Die Corona-Radikalmaßnahmen machen Fahrgästen und Schaffnern in den ÖBB-Zügen zu schaffen.

Foto: ÖBB399 / wikimedia.org (CC BY-SA 3.0)
Trotz ärztlichem Attest: Fahrgäste wegen fehlender Masken des Zuges verwiesen

Obwohl in den letzten zehn Tagen in ganz Österreich gerade einmal (und zum Glück) ganze fünf Personen an (oder mit) dem Coronavirus verstorben sind, wird das ganze Land im Ausnahmezustand gehalten.

Überforderter Schaffner

Das hat Folgen, nicht nur wirtschaftliche, sondern auch soziale und seelische. Sichtbar wurden sie etwa am vergangenen Donnerstag in einem Nahverkehrszug der ÖBB – österreichweit bedurften zu diesem Zeitpunkt 25 Personen, die Covid-19-positiv getestet worden waren, intensivmedizinischer Betreuung.

Eine 57-jährige Frau und ihr 24-jähriger Sohn wollten per Bahn von Bad Vöslau nach Wien fahren. Sie nahmen im gerade einmal halbvollen Zug auf Sitzen mit korrektem Abstand Platz. Aber ohne Maske, was der Schaffner ordnungsgemäß beanstandete. Doch die beiden Fahrgäste konnten erklären und mittels ärztlichen Attests vom Juni nachweisen, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aus gesundheitlichen Gründen für sie nicht möglich sei. Doch das interessierte den Bahn-Mitarbeiter nicht. Er bedrängte die beiden, versuchte, das ärztliche Attest, das die Fahrgäste freiwillig hergezeigt hatten, ihnen sogar zu entreißen und drohte mit der Polizei. Schließlich verwies er die beiden des Zuges.

Pech bei der Rückfahrt

Wie das Leben so spielt, trafen die beiden bei der Heimfahrt auf denselben Schaffner. Er erkannte die Fahrgäste vom frühen Abend sofort wieder und setzte seine Maskenforderung fort – in immer bedrohlicheren Worten und Gesten. In Baden ließ der Schaffner schließlich den Zug anhalten und via Lautsprecher verlauten, dass ein „außerplanmäßiger Halt“ wegen eines Polizeieinsatzes notwendig sei. Mittlerweile wünschten auch die beiden Betroffenen das Einschreiten der Polizei, doch der Schaffner hatte nur geblufft. In Baden saßen die beiden schließlich fest.

Mutter und Sohn meldeten zwar den Vorfall der ÖBB-Beschwerdestelle und auch der Polizei, doch Antwort erhielten sie bisher noch keine. Gegenüber unzensuriert gaben die ÖBB folgende Stellungnahme ab:

In öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Tragen des MNS aufgrund einer Verordnung des Gesundheitsministeriums verpflichtend. Seit 20. Juli 2020 kann bei uneinsichtigen Reisenden eine Strafgebühr von 40 Euro eingehoben können. Bei beharrlicher Verweigerung nach Aufforderung den MNS zu tragen, kann ein Fahrtausschluss durch den Zugbegleiter ausgesprochen werden. Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keinen MNS tragen können sind von der MNS Pflicht ausgenommen und müssen ein entsprechendes Attest vorweisen. Im vorliegenden Fall war es dem Zugbegleiter trotz mehrfacher Versuchen auf beiden Zugverbindungen nicht möglich, das angebliche Attest auf seine Korrektheit zu überprüfen. Zudem konnten die beiden Fahrgäste kein gültiges Zugticket vorweisen und unterschritten mehrfach den nötigen Sicherheitsabstand zum Zugbegleiter. Aufgrund dieser Situation kam es zu einem Fahrtausschluss der Fahrgäste.

Mutter und Sohn dementierten auf unzensuriert-Rückfrage den Vorwurf des Schwarzfahrens heftig.

Seelische Folgen des Ausnahmezustands

Bei all ihrer regierungshörigen Berichterstattung thematisieren die Mainstream-Medien nicht, welche Unsicherheiten, Ängste, Überforderungen, Abstürze, Verschuldungen und Tragödien mit den Corona-Radikalmaßnahmen verbunden sind. Szenen wie im Regionalzug in Niederösterreich werden nur in einem Klima der Angst möglich.

Angesichts der realen, extrem niedrigen Erkrankungs- und Todeszahlen bleibt die Frage, worin sich Corona in der Bilanz von Grippewellen der Vergangenheit unterscheidet. Viel weniger spekulativ, nämlich wesentlich genauer feststellbar sind die wirtschaftlichen Folgen der politischen Entscheidungen und das seither angstbesetzte Sozialverhalten der Menschen – es ist allerorts feststellbar.

Wiesel OEBB

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