FPÖ-Politiker Christian Lausch, von Beruf Justizwachebeamter, präsentiert die neuesten Zahlen zur Justizwache.

Foto: © Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS
Die meisten Bewerber scheitern bereits im Aufnahmeverfahren

Der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Christian Lausch hat sich vor über 30 Jahren als Justizwachebeamter beworben und ist mittlerweile in der Justizanstalt Josefstadt sogar als Personalvertreter im Einsatz. In seiner Biographie steht geschrieben: Justizwacheschule mit Dienstprüfung für die Justizwache 1989–1991 sowie Justizwacheschule mit Dienstprüfung für dienstführende Justizwachebeamte 1996–1997. Was aber wohl die wenigsten wissen: Die meisten Bewerber, die sich für diesen Beruf interessieren, kommen gar nicht so weit. Sie scheitern bereits im Aufnahmeverfahren.

Lausch berichtet:

Im Jahr 2018 haben sich 1.247 Personen beworben. Davon haben 282 Bewerber das Verfahren auch bestanden. 427 Personen haben das Aufnahmeverfahren nicht beendet. 535 Personen, die das Aufnahmeverfahren beendet haben, hatten allerdings dieses nicht bestanden. Drei Verfahren sind noch nicht abgeschlossen.

Über 5.000 Bewerbungen

Nimmt man die Zahlen im Zeitraum 2015 bis 2019, so kann festgehalten werden, dass von insgesamt 5.111 Bewerbern am Ende nur 756 übrig blieben.

Und selbst ein positiver Abschluss einer Bewerbung heißt nicht automatisch, dass die Ausbildung begonnen werden kann. Es bedarf, so die Anfragebeantwortung durch das Justizministerium, entsprechender Planstellen, womit letztendlich 605 Bewerber in den Jahren 2015 bis 2019 eingestellt werden konnten.

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