Auch heimische Smartphone-Nutzer könnten von der Spionagetätigkeit einer US-Firma betroffen sein.

Foto: Kristian Stöckel / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Anomaly Six: US-Firma soll Smartphone-Nutzer ausspioniert haben

Von einem neuen, dubiosen Datenklau mittels einer App sind Smartphone-Nutzern betroffen. Wie das Wall Street Journal berichtet, soll die US-Firma „Anomaly Six“ Nutzerdaten über rund 500 Apps eingesammelt und an die US-Behörden weitergeleitet haben. Dabei soll es sich um sensible Standortdaten handeln, die einen tiefgreifenden Einblick auf das Privat- und Gesellschaftsleben und ein virtuelles Bewegungsprofil ermöglichen.

Hier soll Anomaly Six angesetzt und nicht nur heimlich Standortdaten von hunderten Millionen Smartphone-Nutzern gesammelt, sondern diese brisanten Informationen anschließend auch gewinnbringend verkauft haben. Hauptkundschaft sollen US-Behörden gewesen sein.

Militärisch-industrieller Hintergrund

Laut Medieninformationen soll Anomaly Six auch Teil des militärisch-industriellen Komplexes in den USA sein. Die Firma wurde jedenfalls von zwei Veteranen der US-Armee gegründet.

Verstoß gegen Datenschutzgesetz

Mit der App soll die Firma gegen das US-Datenschutzgesetz verstoßen haben. Auch die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) deklariert eine solche Vorgangsweise als klaren Verstoß.

Aktuell stellt sich die Frage, welche und wie viele Smartphone-Apps tatsächlich durch die mutmaßliche Standortspionage betroffen sind. In Österreich sorgt die sogenannte „Rot-Kreuz-App“ im Zusammenhang mit den Corona-Radikalmaßnahmen der schwarz-grünen Bundesregierung seit Monaten für datenschutzrechtliche Aufregung. 

Smarthphone

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