Der Vorstand der Raiffeisen Bank International (RBI) möchte das Geschäftsrisiko von Banken auf die Kunden, also die Sparer abwälzen.

Foto: M. Schreiber / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Raiffeisenbank möchte heimische Sparer für Bankenpleiten zur Kasse bitten

Ganz und gar nicht konsumentenfreundlich gibt sich die Raiffeisenbank International (RBI) in Sachen Commerzialbank Mattersburg (CMB). Vor dem Hintergrund der burgenländischen Bankenpleite und des Einspringens der Einlagensicherung fordert der Chef der RBI, Johann Strobl, einen „Selbstbehalt“ für Sparer, um die eigenen Spareinlagen zu „besichern“.

Dem RBI-Vorstandsvorsitzenden Strobl schwebt das Modell „Autoversicherung“ vor, bei dem Einleger einen Selbstbehalt zahlen müssen:

Wie bei jeder Versicherung bietet sich an, dass man einen geringen Selbstbehalt hat – ob der die Zinsen ausmacht, oder bisschen mehr.

Damit wären die Sparer, die keine Zinsen bekommen und ihre Spareinlagen verlieren, doppelt geschröpft. Dass solche Ratschläge von Strobl kommen, der doch selbst Mattersburger ist, verwundert doppelt.

Raiffeisen Bausparkasse muss 18 Millionen Euro nachschießen

Nachdem die RBI in ihrer Halbjahresbilanz wegen der Corona-Radikalmaßnahmen der Regierung einen um mehr als ein Drittel geschrumpften Gewinn ausweist, wünscht sich der Raiffeisen-Vorstand offensichtlich für die Einlagensicherung eine andere Finanzierung. Die RBI-Tochter Raiffeisen Bausparkasse muss nämlich nicht weniger als 18 Millionen Euro in die Einlagensicherung der österreichischen Banken nachschießen. Der Nachschuss soll auf die nächsten fünf Jahre verteilt an die Einlagensicherung durch die Bausparkasse fließen.

Raiffeisen International

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