US-Präsident Donald Trump ist durch und durch Kaufmann: Lieber verhandeln als Krieg führen, ist auch sein politisches Credo.

Foto: Weißes Haus / Wikimedia (gemeinfrei)
Trumps Erfolg: Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate schließen Frieden

Eines muss man Präsident Donald Trump lassen, bis jetzt ist er der friedlichste US-Präsident seit Jahrzehnten, was militärische Auseinandersetzungen betrifft. Trump ist Kaufmann und weiß daher, dass Militärschläge zwar schnell durchgeführt werden und durchaus Anerkennung bringen können, doch jeder Aufbau mühsam und schwierig ist, auch für Sieger.

Lob vom politischen Herausforderer

Deshalb setzte Trump von Anfang seiner Präsidentschaft an auf Diplomatie. So hat er den Wandel durch Annäherung zwischen Israels Premier Benjamin Netanyahu und Kronprinzen Mohammed bin Zayed, dem starken Mann der Vereinigten Arabischen Emirate, moderiert.

Und jetzt kann er den Erfolg davon vorweisen: Der US-Präsident verkündete den Friedensschluss zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das nötigte sogar seinem Herausforderer Joe Biden Respekt ab. Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten würdigte den Friedensschluss als „historischen Schritt“.

Diplomatische und Wirtschaftsbeziehungen

Am Donnerstag hatten Israel und die Emirate bekannt gegeben, diplomatische Beziehungen aufzunehmen. Das gilt als Sensation, zumal der jüdische Staat nur mit zwei Staaten des Orients in diplomatischem Kontakt steht, nämlich mit Ägypten und dem Königreich Jordanien.

Die Emirate und Israel kündigten zudem Abkommen zu Themen wie Investitionen, Tourismus, Direktflüge, Sicherheit und Telekommunikation an. Israel verpflichtete sich dafür, auf die geplante Annexion von Teilen des Westjordanlandes zu verzichten.

Vergleich Obama vs. Trump

Die Entwicklung hat das Potenzial, die fragile Situation im Nahen Osten etwas zu stabilisieren. Das ist das Maximum, was der Präsident der stärksten Militärmacht der Welt für diese Region erreichen konnte. Ohne einen Tropfen Blut zu vergießen.

Was Trump von seinem Vorgänger Barack Obama unterscheidet. Insgesamt warfen die USA allein im letzten Regierungsjahr Obamas, 2016, in unterschiedlichen Konfliktgebieten 26.171 Bomben und Raketen ab. Doch Obama wurde schon vor seinem Amtsantritt für den Friedensnobelpreis 2009 ausgewählt, der ihm bis heute nicht aberkannt wurde.

Nach Ansicht seines Sicherheitsberaters Robert O’Brien sollte Trump für seinen Erfolg den Friedensnobelpreis bekommen. Angesichts des üblichen Trump-Bashings ein frommer Wunsch.

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