Die mutmaßlich  „diskriminierten Roma und Sinti“ streiten sogar ab, dass die mit viel rotem Paprika zubereitete „Zigeunersauce“ ihre eigene Erfindung sei.

Foto: Jörgens.mi / wikimedia.org (CC BY-SA 3.0)
Hauptsache, „politisch korrekt“: Knorr tauft Zigeunersauce um, Kelly’s die Zigeunerräder

Mittlerweile hat die sogenannte „Political Correctness“ in unser gesellschaftliches Leben wie in unsere gewohnte Sprache zahlreiche Furchen geschlagen. Wie viele andere von der politischen Linken als „rassistisch“ denunzierten Namen und Begriffen wurde aktuell auch die „Zigeunersauce“ ins Visier genommen.

Linke Medienpropaganda zeigt Wirkung

Der Nahrungsmittelkonzern Unilever möchte sich offensichtlich der linken Medienpropaganda nicht mehr länger stellen und benennt die „Zigeunersauce“ zukünftig in „Paprikasauce Ungarische Art“ um. Damit möchte man sich als Lebensmittelmarke Knorr politische und mediale Diskussionen für die Zukunft ersparen.

Ganz ähnlich ist die Lage beim großen Knabbergebäck-Produzenten Kelly’s: Laut einem Bericht der Kronen Zeitung beugt man sich auch hier dem Gesinnungs-Diktat und will die würzigen „Zigeunerräder“ per Ende August in „Zirkusräder“ umbenennen.

Mitteleuropas Küche kennt „Zigeunersauce“ schon mehr als 100 Jahre

Die deutsche und österreichische Hausfrau wird in Zukunft umlernen müssen, denn die mitteleuropäische Küche kennt die „Zigeunersauce“ bereits seit 100 Jahren. So kennt etwa das Nachschlagebuch für die klassische Küche von Escoffier bereits im Jahre 1903 diese geschmackliche Zutat. Sie wird in der mitteleuropäischen Küche aus Paradeisern hergestellt, häufig mit Paprika, Zwiebeln, Knoblauch, Essig und Gewürzen. Ganz ähnlich verhält es sich auch mit dem beliebten Zigeunerschnitzel, das ins vielen Wirtshäusern nach wie vor auf der Speisekarte steht.

Traditionell verbindet der Verbraucher die Sauce mit der Geschmacksrichtung ungarisch und scharf. Dazu kommt, dass die Zigeuner – heute als Roma und Sinti volkstumsmäßig tituliert – diese pikante Sauce gar nicht als eigene „Erfindung“ anerkennen.

Was soll sich durch Umbenennungen ändern?

Es ist bei den jüngsten Umbenennungs-Orgien auch in keiner Weise ersichtlich, was sich dabei für die namentlich nun nicht mehr erwähnten „Notreisenden“ ändern soll. Aber um tatsächlichen Nutzen des Gesinnungs-Diktats hat man sich bei Vertretern der „politischen Korrektheit“ ja noch nie viel geschert. Denn allein mit der Änderung von Namen oder Symbolen ändert sich erfahrungsgemäß nichts.

Übrigens: Die Vorarlberger „Mohrenbrauerei“ will an ihrem angestammten Namen festhalten – nicht zuletzt deshalb, weil er auf den Namen Josef Mohr zurückgeht (nicht auf den Texter von „Stille Nacht“). Der hatte die Brauerei im Jahr 1784 in Dornbirn gegründet. Mohr war übrigens ein Weißer…

 

Paprika

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