Fundamentalistische Moslem-Kreise haben einen 22-jährigen Liedermacher auf Grundlage des Koran (Symbolbild) zum Tode verurteilt.

Foto: sayyed shahab-o- din vajedi / wikimedia.org (CC BY 4.0)
Scharia-Todesurteil gegen Liedermacher Yahaya Sharif-Aminu

Der radikale Islamismus gewinnt im westafrikanischen Staat Nigeria weiter an Einfluss auf Gesellschaft und Staat. Aktuell sorgt das Todesurteil gegen einen jungen Liedermacher für Aufsehen: Der 22-jährige Musiker Yahaya Sharif-Aminu soll in einem Liedtext einen Imam über den Propheten Mohammed gestellt haben.

Dies führte im nigerianischen Bundesstaat Kano zu seiner Verhaftung und zu einem Gerichtverfahren vor einem Scharia-Gericht, das ein Todesurteil gefällt hat. Begründung für das Todesurteil ist Gotteslästerung gegen den Propheten Mohammed.

Sufi-Lob: Musiker verbreitete Lied über WhatsApp

Erschwerend kam für den jungen Künstler vor dem Scharia-Gericht dazu, dass er dieses „gotteslästerliche Lied“ über „WhatsApp“ verbreitet haben soll. Das Lob für den Imam aus der Sufi-Bruderschaft, die von dogmatischen Islamisten generell abgelehnt wird, führte zur Anklageerhebung und Verurteilung nach islamischem Recht.

Von den derzeit rund 200 Millionen Nigerianern gehören religiös rund 40 Prozent dem Islam an. Vor allem im Norden und Nordosten des Landes haben sich fundamentalistische Kreise festgesetzt. Diese bestimmen über Gesellschaft, Verwaltung und Wirtschaft. Gleichzeitig breiten sich die Netzwerke der islamistischen Terrormiliz Boko Haram in den letzten zehn Jahren immer weiter aus.

Koran

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