Kommunistische Staatsdoktrin: Landen Pudel wie diese (Symbolbild) bald in den Suppentöpfen der hungernden Nordkoreaner?

Foto: Nancy Wong / wikimedia.org (CC-BY-SA-4.0)
Drohende Hungersnot: Müssen Hunde an Gastronomie abgegeben werden?

Neue Horrormeldungen bezüglich Lebensmittel erreichen die Welt jetzt aus Nordkorea. Wie die südkoreanische Zeitung Chosun Ilbo berichtet, soll der kommunistische Diktator Kim Jong-un bereits Ende Juli eine Anordnung gegenüber bisherigen Hundehaltern erlassen haben. Die Hundehaltung soll ab sofort verboten sein. Bisherige Hundebesitzer hätten ihre Vierbeiner entweder einzuschläfern oder zum Verkauf anzubieten.

Und dieser Verkauf soll nicht nur an staatliche Stellen wie etwa Zoos erfolgen, sondern auch an sogenannte „Hunderestaurants“. Mit diesen Maßnahmen will das Regime in Pjöngjang offensichtlich gleich mehrere Probleme lösen.

Tote Hunde brauchen keine Nahrung

Einerseits möchte man mit dem Hundeverbot und der Hundeverwertung die Lebensmittelknappheit im Land lindern. Tote Hunde würden keine Nahrung mehr brauchen, und durch den Verzehr von Hundefleisch könnte kurzfristig sogar die Lebensmittelknappheit durch dieses spezielle Angebot gelindert werden.

Darüber hinaus könnte durch einen staatlich verordneten Verkauf von Hunden ins Ausland, etwa nach China, sogar Devisen und Staatseinahmen lukriert werden.

Schon 2016 wurden Hunde als „Superfood“ angeboten

Hunde als „Nahrungsergänzung“ ist aber keine neue Erfindung Nordkoreas. Bereits ab 2016, als das Regime ebenfalls mit einer großen Hungersnot konfrontiert war, wurde Hundefleisch als „Superfood“ gegenüber der Bevölkerung beworben.

So wurde etwa verbreitet, dass Hundefleisch mehr Vitamine als Huhn, Schwein, Rind oder Ente enthalten würde. Das Fleisch der Vierbeiner sei außerdem gut für die Verdauung der Nordkoreaner.

Hundebesitzer sollen als dekadent dargestellt werden

Um das aktuelle Hundehalteverbot auch propagandistisch der Staatsdoktrin unterzuordnen, sollen Hundebesitzer jetzt als dekadent dargestellt werden. Doch Kim Jong-un legt sich mit seiner „Hundedoktrin“ offensichtlich vor allem mit Nutznießern des Systems an.

Vor allem hohe Beamte und Funktionäre des kommunistischen Regimes waren bisher Hundebesitzer in Nordkorea. Haustiere wie etwa ein Pudel gelten vor allem unter den politischen und wirtschaftlichen Eliten als Statussymbol in der Öffentlichkeit.

Pudel

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