Mit neuen Methoden wollen Islamisten in Deutschland Terroranschläge mit vielen Todesopfern verüben (Symbolbild).

Foto: zabelin / depositphotos.com
IS-Kommandeure rufen zu Gasexplosionen und Amokfahrten in Deutschland auf

Schläferzellen des „Islamischen Staates“ (IS/Daesh)) sollen in Deutschland Anschläge mit vielen Toten verüben: Wie der Focus berichtet, stammen die Information über die neuen Anschlagspläne der „Gotteskrieger“ von einem inhaftierten IS-Anhänger aus der Schweiz, der von US-Verhör-Experten vernommen wurde.

Anschlag auf deutsche U-Bahn geplant

Daniel D., der sich in der Gefangenschaft von kurdischen Freischärlern befindet, schildert laut Berichten der US-Bundespolizei FBI allerhand geplante Operationen durch Islamisten des „Islamischen Staates“, die vor vier Jahren zunächst nach Deutschland einreisten, um danach in Kanada einen Anschlag zu verüben. Außerdem sagte der 26-Jährige aus, dass geplant war, Öltanks in Basel explodieren zu lassen. Im Dezember 2018 reiste eine elfköpfige Gruppe von Terroristen in die Türkei ein – sie wollten mit ihrem Flüchtlingsstatus nach Deutschland kommen, um dort einen Sprengstofffanschlag auf eine U-Bahn zu verüben.

Parallelen zu Schläferzelle in NRW

Beamte aus Nordrhein-Westfalen gingen aufgrund der Aussagen des inhaftierten Schweizers davon aus, dass die Kommandeure des IS ihre Anhänger dazu aufrufen, die erlittenen Gebietsverluste in Syrien und dem Irak zu rächen. Dabei entdeckten die Staatsschützer die Verbindung zu einer Schläferzelle von „Flüchtlingen“ aus Tadschikistan: Die Asylanten aus dem zentralasiatischen Staat sollen einen Mordanschlag auf einen Islamkritiker aus Neuss geplant haben, zudem wurden Schusswaffen bei ihnen sichergestellt. Die Mitglieder der Zelle, die 2019 in Wuppertal verhaftet wurden, sollen auch Anschläge auf den US-amerikanischen Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem in Rheinland-Pfalz und den Nato-Flugplatz in der Heinsbeger Stadt Geilenkirchen geplant haben.

Anleitungen zum Bombenbau und Flugkurse in Bitburg

Bei den Terrorverdächtigen aus Tadschikistan fanden die Ermittler Anleitungen zu Bombenanschlägen mithilfe ferngesteuerter Drohnen, außerdem luden sie sich über die Chatsoftware Telegram das „Küchenbuch für Mudschahedin“ herunter, um Sprengkörper herstellen zu können. Im Internet informierten sich die potentiellen Terroristen über Kurse zum Gleitfallschirmspringen und Flugkurse am Tegernsee und in Bitburg. Das rheinland-pfälzische Bitburg liegt nicht weit von Geilenkirchen entfernt, auf dessen amerikanischer Militärbasis auch Aufklärungsflugzeuge stationiert sind, die bereits die IS-Gebiete in Syrien, Jordanien und dem Irak ausgekundschaftet hatten.

Aufruf zu Gasexplosionen und Amokfahrten

Im März diesen Jahres schilderte eine Verbindungsfrau des Bundeskriminalamts (BKA) in Moskau dann neue Anschlagspläne des IS. Die „Emire“ der „Kalifatsbrigaden“, die Kommandeure des IS, forderten die Attentäter auf, Anschläge mit Fahrzeugen und Gasexplosionen in Privatwohnungen durchzuführen. In Berlin kam es unlängst zu einem islamistischem Anschlag auf der Autobahn A100, bei dem ein polizeibekannter Iraker Amok fuhr und mehrere Menschen schwer verletzte (unzensuriert berichtete).

Bleibestatus für bekennende Islamisten

Weil Hinweise zu islamistischen Bewegungen aus Tadschikistan den Behörden fehlten, konnten die Extremisten aus der ehemaligen Sowjet-Republik lange Zeit vollkommen unbehelligt in der Bundesrepublik leben. Zwischen 2011 und 2017 waren die Mitglieder der Zelle nach Deutschland gekommen, um hier Asyl zu beantragen. Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sollen sich die Männer sogar als Islamisten zu erkennen gegeben haben, die aufgrund ihres Extremismus vom Geheimdienst in Tadschikistan verfolgt würden. Sie bekamen von den deutschen Behörden daraufhin bereitwillig einen vorläufigen Bleibestatus verliehen.

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