Wissenschaftliches Experiment: Mit einer industriellen Gelsenzucht inklusive Infizierung durch ein Bakterium möchte man gefährliche Krankheiten bekämpfen.

Foto: US Department of Agriculture / Wikimedia (PD)
Australien plant medizinische Gelsenzucht inklusive Bakteriumversuch

Neue medizinische Experimente kommen jetzt auf die Weltgesundheit aus Australien zu. Dort wollen Betreiber einer Forschungseinrichtung die erste Fabrik zur Zucht von Gelsen im Industriemaßstab errichten. Diese industrielle Gelsenzucht soll der medizinischen Forschung gegen gefährliche und übertragbare Krankheiten dienen. Im Zentrum der Forschung mit Gelsen sollen Dengue-Fieber, Gelbfieber, Zika und Chikungunya stehen.

Hinter dieser neuen Form der medizinischen Forschung sollen die Hilfsorganisation World Mosquito Program (WMP) und das medizinische Start-up Unternehmen InnovaFeed aus Frankreich stehen. Bisher soll InnovaFeed auf die Produktion von Insektenprotein für industrielles Tierfutter gewesen sein.

Gelsenweibchen werden im Experiment mit Bakterium infiziert

Das sogenannte World Mosquito Program (WMP) entwickelte vor zehn Jahren ein Verfahren, in dem man Gelsenweibchen mit dem Bakterium Wolbachia infiziert. Der wissenschaftliche Ansatz bei diesem Experiment ist, dass diese Bakteriums-Infektion dazu führen soll, dass sich die Wahrscheinlichkeit senken soll, das sich in der Gelse etwa die Viren des Dengue-Fieber vermehren kann.

WMP soll in mehreren Experimenten bereits mit Wolbachia infizierten Gelsen in Australien, Brasilien, Neukaledonien und Indonesien freigesetzt haben. Die beteiligten Wissenschaftler vertreten die These, dass etwa das Dengue-Fieber zu 77 Prozent in diesen Regionen zurückgegangen sei.

Gelsen

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