Weil er bei einer Auseinandersetzung mit „BLM“-Anhängern zwei Personen getötet haben soll, droht einem 17-Jährigem aus Illinois eine Mordanklage (Symbolbild: Ausschreitungen bei „BLM“-Demonstrationen in Minneapolis im Mai).

Foto: Hungryogrephotos / wikimedia.org (CC0)
Zwei Tote bei „BLM“-Demonstration – wer schoss wirklich?

Der 17-jährige Kyle Rittenhouse aus Illinois befindet sich in Haft, weil er zwei Demonstranten einer „Anti-Rassismus-Demonstration“ in Kenosha im Bundesstaat Wisconsin erschossen haben soll. Mehrere hundert Demonstranten der häufig gewalttätigen „Black Lives Matter“-Bewegung waren am Dienstag unterwegs, weil vor wenigen Tagen der Afroamerikaner Jacob Blake bei einem noch ungeklärten Zwischenfall mit der Polizei erschossen wurde.

17-Jähriger Geschäfte-Bewacher wird von Meute gejagt

Der Vorfall geschah am Dienstag um 11.45 Uhr Ortszeit: Ein Video zeigt, dass Rittenhouse mit seinem halbautomatischen Maschinengewehr auf einer Straße unterwegs ist und vor einer Meute von „Demonstranten“ zu flüchten scheint. Diese können den 17-Jährigen schließlich überwältigen und treten auf ihn ein. Medienberichten zufolge sollen sie versucht haben, ihn zu entwaffnen. Dann fallen mehrere Schüsse, ein 26-jähriger Demonstrant aus Silver Lake und ein zehn Jahre älterer Mann aus Kenosha wurden getroffen, einer davon in den Kopf, der andere in den Brustbereich.

Freiwillige schützen Stadt vor Plünderungen

In einem Interview mit einem Reporter des Daily Caller sieht man Rittenhouse nur wenige Stunden vor den vermeintlichen Morden vor einem Gebäude patrouillieren, das am Tag zuvor im Rahmen der gewalttätigen Ausschreitungen in Flammen aufgegangen sein soll. Nach eigenen Angaben war Rittenhouse dort anwesend, um die Geschäfte der Anwohner vor Plünderungen und Sachbeschädigungen zu bewahren:

So people are getting injured and our job is to protect this business. And part of my job is to also help people. If there is somebody hurt I’m running into harms way. That’s why I have my rifle because I need to protect myself obviously. I also have my med kit.

Leute werden verletzt und unsere Aufgabe ist es, dieses Geschäft zu beschützen. Und ein Teil meines Jobs ist es auch, Leuten zu helfen. Wenn dort jemand verletzt ist, renne ich in die Gefahrenzone. Das ist, warum ich mein Gewehr habe, weil ich mich offensichtlich selbst schützen muss. Ich habe auch einen Sanitätskasten.

Mutmaßlicher Mörder soll Trump-Fan und Polizei-Unterstützer sein

Wie Thedailybest.com schreibt, handelt es sich bei Rittenhouse, der in seinem Heimatstaat Illinois festgenommen wurde, um einen „teenage Blue Lives Matter and Trump fan“, also um einen Anhänger des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump – und auch, dass er ein Gegner von Gewalt gegen Polizisten ist und sich im Internet mit der „Blue Lives Matter“-Bewegung solidarisiert, wird von Medien wie der Chicago Tribune ausführlich thematisiert. Zudem ist Rittenhouse auf einem Video zu sehen, das ihn beim Besuch einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Trump zeigt.

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