Sebastian Kurz ist bereits im Wahlkampf.

Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (Dragan Tatic) / flickr (CC BY 2.0)
Sebastian Kurz: Sechsjährige Linda für Wahlkampf „missbraucht“?

Die „Geschichten“, die Ex-Kanzler Sebastian Kurz derzeit in dem von ihm geführten Nicht-Wahlkampf inszeniert, sind wirklich sonderbar. Gebeutelt von machtpolitischen „Phantomschmerzen“ sucht er derzeit Pensionistenheime, Almwege und sogar Kleinkinder heim. Zuletzt kam es sogar zu einem quasi politischen „Kindesmissbrauch“, als ein sechsjähriges Mädchen dazu herhalten musste, sich über die demokratische Abwahl des türkis-schwarzen Parteiführers in einem Brief an Kurz zu beschweren.

Das Mädchen Linda wurde als großer Kurz-Fan seit ihrem vierten Lebensjahr durch die Spin-Doktoren der ÖVP dargestellt. Ein Kinderbrief aus der Feder Lindas wurde präsentiert, indem die nunmehr sechsjährige Jungbürgerin ihre Trauer und Wut über die Abwahl ihres mutmaßlichen politischen Idols Kurz artikulierte.

News zweifelt Datum der Linda-Fanpost an

Medien, wie etwa das Nachrichtenmagazin News, zweifeln aber jetzt das Datum der Linda-Fanpost an Kurz an. So soll der Brief bereits mit 20. Mai datiert sein, die tatsächliche Abwahl von Kurz als Regierungschef fand aber erst eine Woche später, nämlich am 27. Mai, statt. Und auch die Spontan-Brieffreundschaft von Linda mit Kurz wird medial bezweifelt. Bereits beim umstrittenen ÖVP-Sommerfest vom 1. Mai, das sich jetzt als 300.000 Euro-Sponsoring auf Steuerzahlerkosten herausstellte, war Linda auf einem Foto mit Kurz zu sehen.

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