Statt Strafzinsen: Die niederländische Direktbank ING möchte Sparer mit neuen Anlagemodellen weg vom traditionellen Konto und Sparbuch und hin zum Wertpapiersparen bringen.

Foto: Migdejong / Wikimedia (PD)
Direktbank ING: Müssen Neukunden bald Strafzinsen zahlen?

Weitere Verschlechterungen für Bankkunden könnte es bald in Österreich geben. So soll die Direktbank ING über „Strafzinsen“ für Neukunden nachdenken. Derzeit würde es laut ING-Management zwar noch keine konkreten Pläne geben, ein „Verwahrungsgeld“ für die Bestandskonten einzuführen. Auf dem Markt beobachte man aber, dass immer mehr Bankinstitute Verwahrentgelt für Neukonten einheben möchte. Deshalb gebe es entsprechende Vorbereitungen dafür.

Aktuell müssen Geschäftsbanken bei der Europäischen Zentralbank 0,5 Prozent an „Negativzinsen“ zahlen, wenn sie dort Geld anlegen. Auch wenn es Freibeträge gibt, stellt dies für die Bankenbranche insgesamt eine Milliardenbelastung dar. Diese Belastungen geben immer mehr Bankinstitute an ihre Kunden weiter.

Alternativangebot für Aktien- und Fondsanleger beim Sparen

Jetzt basteln Geldinstitute wie die Direktbank ING an Alternativangeboten für Aktien- und Fondsanleger. Kunden sollen in das Segment Wertpapiersparen übergeleitet werden und deshalb sollen auch Mindestbeträge für alle Wertpapiersparpläne abgeschafft werden. Die Direktbank ING möchte bereits ein Anlagemodell mit nur einem Euro Monatsrate mit 1. November 2020 einführen.

Dies ist eine Änderung des Geschäftsmodells, denn die Direktbank ING hatte unter dem Namen ING-Diba viele Jahre lang Kunden mit im Vergleich attraktiven Zinsen anzulocken. Jetzt schaltet man bei ING auf das „Hausbankkundensystem“ um. Man möchte mit Zusatzleistungen für die Kunden über Provisionseinnahmen wieder mehr verdienen.

Direktbank ING

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