Gefährliche Bedingungen erfüllt: Extremistische Taliban-Kämpfer wurden zuletzt freigelassen und könnten schon bald wieder in den Reihen des „Islamischen Staates“ ihren Glaubenskrieg fortführen.

Foto: isafmedia / wikimedia.org (CC-BY-2.0)
Taliban-Sprecher Suhail Shaheen kündigt Friedensgespräche an

Nach der Freilassung von 200 radikalislamischen Kämpfern gibt sich der Taliban-Sprecher Suhail Shaheen zufrieden. Er kündigte auf der Grundlage der Freilassung von insgesamt 5.000 Taliban-Kämpfern, die im Februar 2020 mit der afghanischen Regierung vereinbart wurde, und jetzt als erfüllt gilt, weiterer Friedensgespräche an.

Weitere Taliban-Kämpfer sollen in den nächsten Tagen zu diesem Zweck freigelassen werden. Auf der Grundlage dieses umgesetzten Verhandlungsergebnisses sollen jetzt weitere „innerafghanische“ Gespräche zwischen Zentralmacht und Taliban folgen.

Das Schicksal von 400 Extremisten war bis zuletzt umstritten

Bis zuletzt war das Schicksal von 400 als besonders gefährlichen Extremisten in den Reihen der gefangenen Taliban-Kämpfer ungewiss. Die afghanische Regierung hatte sich lange geweigert, auch diese Gruppe von extremistischen Gefährdern letztendlich freizulassen. Eine afghanische Stammesversammlung hatte zuletzt Anfang August für die Entlassung dieser Gruppe gestimmt, die jetzt vollzogen worden ist.

Sicherheitsexperten warnte bis zuletzt vor einer Freilassung dieser islamistischen Extremisten. Viele dieser Taliban-Kämpfer sind mit dem Friedensprozess, der ihnen eigentlich die Freiheit gibt, gar nicht einverstanden. Und hier besteht die Gefahr, dass sie sich von afghanischen Satelliten-Organisationen des Islamischen Staates (IS) für einen neuen Glaubenskrieg rekrutieren lassen könnten.

 

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