Freispruch: Im Mordfall Kuciak scheint die Indizienkette gegen den mutmaßlichen Drahtzieher nicht gereicht zu haben.

Foto: Miro.kern / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Mordfall Kuciak: Mutmaßlicher Drahtzieher Kocner freigesprochen

Mit einem Paukenschlag endete der Prozess im Mordfall Kuciak in der Slowakei. Der mutmaßliche Drahtzieher und Geschäftsmann Marian Kocner wurde überraschend freigesprochen. Dem Strafgericht war es nicht gelungen, Kocner nachzuweisen, dass er als Auftraggeber hinter dem Mord am Journalisten Jan Kuciak am 21. Februar 2018 gestanden habe.

Indizien, die den Schluss nahelegten, Kocner hätte einen bezahlten Mordauftrag gegen den Journalisten initiiert, reichten für das Gericht nicht aus, um eine Verurteilung auszusprechen.

Auch Alena Z. konnte Mordkomplott nicht nachgewiesen werden

Auch Alena Z., der mutmaßlichen Verbindungsperson zwischen Kocner und den Tätern, konnte eine Beteiligung im Strafverfahren nicht nachgewiesen werden.

Kuciak recherchierte als Journalist an Aufdeckungsgeschichten über den Geschäftsmann Kocner und dessen Geschäftsfreunde. Es gab Vorwürfe von Korruption und Verbindungen zur Mafia. Auch enge Verflechtungen mit der politischen Klasse in der Slowakei und einflussreichen hohen Beamten in Justiz und Verwaltung standen im Raum.

Mordfall Jan Kuciak

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link