Wegen „finanzieller und logistischer“ Probleme wurde die Errichtung zweier neuer Gastturbinen für Beirut vom deutschen Siemens-Konzern wieder abgeblasen.

Foto: Siemens Pressebild / wikimedia.org (CC-BY-SA-3.0)
Nach Explosions-Katastrophe: Doch kein neues Siemens-Gaskraftwerk für Beirut

Keine guten Nachrichten für die Beiruter Bevölkerung betrefffend Energieversorgung: Das Projekt des deutschen Energietechnikkonzerns Siemens, dem Libanon für die Stromversorgung für ein Jahr kostenlos zwei Gasturbinen zur Verfügung zu stellen, wurde gestoppt. Finanzielle und logistische Probleme hätten die Realisierbarkeit dieses Projektes offensichtlich verunmöglicht, wie aus dem Siemens-Konzern gegenüber Medien mitgeteilt wurde.

Siemens hatte ursprünglich nach der Explosionskatastrophe vom 4. August der Hauptstadt Beirut diese Gasturbinen zugesagt, um die Stromversorgung für rund 150.000 Personen zu gewährleisten. Jetzt sollen als Alternative zwei bereits bestehende Kraftwerke inspiziert und aufgerüstet werden. Sie produzieren derzeit rund 30 Prozent der Stromerzeugung im Libanon.

Stormversorgungs-Mangel weiter akut

Nach der Chemikalien-Explosion im Hafen von Beirut hatte der Stromversorgungs-Mangel weiter akut zugenommen. Insgesamt gilt die Energieversorgung im Libanon als veraltet und ineffizient. Misswirtschaft, Korruption und mangelnde ökonomische Ressourcen behindern seit Jahren eine Modernisierung dieses wichtigen Sektors für die libanesische Wirtschaft und Gesellschaft.

Unter anderem hatte auch der französische Staatspräsident Emmanuel Macron, der sich aktuell im Libanon mit seiner Regierung verstärkt engagiert, auf die Notwendigkeit einer effizienten Energieversorgung hingewiesen. Dies wird eines der zentralen Reformprojekte des neuen libanesischen Ministerpräsidenten Mustafa Adib darstellen.

Siemens Gasturbine

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