Der libysche Regierungschef Fayez al-Sarradsch hat sich in die totale militärische Abhängigkeit des türkischen Staatspräsidenten Erdogan begeben.

Foto: U.S. Department of State / Wikimedia (PD US DOS)
Libyens Regierungschef al-Sarradsch setzt auf türkische Unterstützung

Der libysche Ministerpräsident Fayez al-Sarradsch setzt weiterhin auf türkische Unterstützung im Bürgerkrieg gegen seinen Rivalen General Haftar. Bei einem Gipfelgespräch mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Ankara versicherte sich al-Sarradsch der Unterstützung des türkischen Staats- und Parteichefs.

Mit massiver türkischer Militärhilfe war es dem Chef der sogenannten „libyschen Einheitsregierung“ gelungen, einen Angriff von General Haftars Truppen vor der Hauptstadt Tripolis zu stoppen und sogar zurückzuschlagen.

Erdogans Unterstützung ist Teil des „osmanischen Plans“

Erdogan und seine Regierung in Ankara unterstützen al-Sarradsch aus machtpolitischen und strategischen Gründen. Der türkische Staatspräsident verfolgt als Langzeitziel ein zumindest indirekt teilweise neu errichtetes „Osmanisches Reich“ unter türkischer Führung.

Seinen „osmanischen Plan“ verfolgt Erdogan derzeit vor allem im Mittelmeer und in Libyen, wo er seine militärische und ökonomische Einflusssphäre auszudehnen versucht.

Rivalisierende Mitspieler im Machtspiel auf den Plan gerufen

Diese Strategie Erdogans ruft wiederum weitere rivalisierende Mitspieler im Machtspiel auf den Plan. Während neben der Türkei auch Katar auf Seiten der „Einheitsregierung“ militärisch und finanziell „aktiv“ ist wird General Haftar von anderen Einflussmächten unterstützt.

In Haftars „Heerlager“ finden sich unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten, Russland und Frankreich, die Libyen nicht der Türkei ausliefern wollen. Und Erdogan soll sogar die Schattenarmee „Sadat“ auf den libyschen Kriegsschauplatz geschickt haben. 

Fayez al-Sarradsch

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