Circa fünf Millionen Euro kostet den deutschen Steuerzahler die Überwachung eines radikalen Islamisten, den die BRD-Politiker nicht abschieben wollen.

Foto: VOA / Wikimedia (PD)
Millionen Euro für einen radikalen Islamisten

Im ostdeutschen Bundesland Sachsen-Anhalt kostet die Dauerüberwachung eines als besonders gefährlich eingestuften Islamisten den Steuerzahler seit 2017 sage und schreibe knapp fünf Millionen Euro. Und ein Ende ist nicht absehbar, denn der Einwanderer streift fast jeden Tag durch Anhalt-Bitterfeld.

Er kam als „Flüchtling“ zu uns

Am Landgericht Halle stand im August 2017 der inzwischen 19-jährige syrische Migrant Ayman N. wegen der „Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat“ vor dem Richter. Der IS-Sympathisant, der als sogenannter „unbegleiteter minderjähriger Flüchtling“ im Herbst 2015 eingereist war, nahm im Internet Kontakt mit Gleichgesinnten auf. Laut Volksstimme.de ließ er sich eine Bauanleitung zur Herstellung eines Sturmgewehres AK-47 (Kalaschnikow) zusenden und erkundigte sich in einem Chat, wo man Waffen erhält und wie man einen Sprengstoffgürtel herstellen könne.

Gegenüber einem verdeckt arbeitenden Verfassungsschützer behauptete er zudem, dass er „etwas Größeres“ plane. Von einem Anschlag in Berlin war die Rede. Das Verfahren zog sich hin. Das Landgericht Halle erklärte sich schließlich für nicht mehr zuständig und verwies den Fall an das Berliner Kammergericht. Dort wurde das Verfahren im Dezember 2019 vorübergehend ausgesetzt. Seither steht der IS-Mann unter permanenter Beobachtung. Er trägt eine Fußfessel und darf seine Unterkunft nicht verlassen.

Warum wird er nicht abgeschoben?

Weil ihm aber nicht zu trauen ist, wird er zusätzlich noch rund um die Uhr von der Polizei überwacht. Dafür sollen nach Medieninformationen inzwischen 95.000 Mann-Stunden angefallen sein. Das macht bei einem Stundensatz von 52 Euro pro Beamtem knapp fünf Millionen Euro – Fahrzeugkosten oder andere Sachmittel nicht mit einberechnet.

Vier Mann sollen pro Schicht für die Überwachung eingesetzt sein, pro Tag also zwölf Beamte. Sie müssen meist eigens von Magdeburg anreisen. Das Bundesinnenministerium will sich zu dem haarsträubenden Fall nicht äußern. Die Polizeigewerkschaften hingegen sollen sich angesichts des Dauereinsatzes verärgert zeigen. Das alles führt natürlich zu der Frage, warum er nicht abgeschoben wird? Eine gute Frage, aber leider will sich das zuständige Innenministerium laut Volksstimme.de dazu nicht äußern.

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