Auf dem Balkan, in Nordafrika und auch in Griechenland tummeln sich die Asylanten, um sich im reichen Norden Europas und besonders im vermeintlichen Paradies Deutschland niederzulassen. Und davon wollen die Grünen noch mehr aufnehmen.

Foto: Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres / wikimedia.org (CC-BY-2.0)
Grüne wollen noch mehr Migranten aus Griechenland aufnehmen

Die zugesagte Aufnahme von mehr als 2.500 „Flüchtlingen“ aus Griechenland geht den Grünen nicht weit genug. Die Partei will noch mehr Migranten aufnehmen. Die Menschen auf der Insel Lesbos müssten „evakuiert“ werden, sagte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt dem Handelsblatt zufolge.

Migranten überall verteilen

„Diese Evakuierung kann man nicht unterscheiden, so wie es die Bundesregierung macht, in die, die schon das Asylverfahren hinter sich haben, und die, die nicht.“ Statt dessen müsse man schauen, wie man die Migranten auf die EU-Mitgliedsstaaten verteile. „Ich bin dafür, dass man sagt: ‚Diejenigen, die wollen, sollen bitte vorangehen. Und die anderen sollen dafür dann mitbezahlen.'“ Das gelte beispielsweise für Länder wie Ungarn.

„Aber ich stelle mir vor, dass auch Regionen in Europa, dass Städte sagen können: – so wie in Deutschland die 172 Städte – ‚Wir nehmen auf‘ und dann dafür europäische Mittel bekommen“, erläuterte die Grünen-Politikerin.

Moria nicht wieder aufbauen

Bereits zuvor hatte Göring-Eckardt sich dagegen ausgesprochen, ein Lager wie das abgebrannte in Moria wieder zu errichten. „Die Trümmer von Moria sind die Trümmer eines Systems, das wir so nie wieder aufbauen dürfen“, mahnte sie gegenüber dem Nachrichtenportal T-Online. Die Lager seien überfüllt, weil die Verfahren in Griechenland so lange dauerten. Deshalb sollten die Migranten nach einem kurzen Gesundheits- und Sicherheitscheck schnell innerhalb Europas verteilt werden.

Kritik kam dagegen vom Wirtschaftsrat der CDU. Generalsekretär Wolfgang Steiger warnte, die Aufnahme von Flüchtlingen aus griechischen Lagern könne „falsche Signale“ senden. Und AfD-Fraktionschef Alexander Gauland warnte, die Aufnahme von Moria-Migranten könnte zum Auslöser für eine Wiederholung von 2015 werden: „Erneut wird ein katastrophales Signal mit verheerender Sogwirkung ausgesendet. Das darf nicht geschehen.“ Wenn es eine europäische Lösung gebe, müsse diese wie folgt aussehen: „Die EU setzt ihre Mittel ein, um den Schutz der Außengrenzen zu verstärken und unterstützt die Staaten an den Außengrenzen aktiv dabei, illegale Migranten unverzüglich zurückzuweisen.“

Griechenland will Migranten nicht verteilen

Lediglich Griechenland selbst hält die Migranten aus Moria noch davon ab, über Europa verteilt zu werden. Denn man will sie dort nicht für die Brandstiftung belohnen. Zudem warnen griechische Politiker davor, dass Moria „Schule macht“. Eine Woche nach der Brandstiftung im griechischen Aufnahmelager Moria ist auch auf der Insel Samos ein Feuer ausgebrochen und die Polizei nahm mehrere Männer wegen des Verdachts der Brandstiftung fest.

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