Thilo Sarrazin, hier auf der Leipziger Buchmesse, hat ein neues Buch geschrieben, für dessen Inhalt sich auch so manche Linke interessieren und dafür mit Hass aus den eigenen Reihen konfrontiert werden.

Foto: Lesekreis / wikimedia.org (CC0 1.0)
Lafontaine unter Links-Beschuss wegen Auftritt mit Sarrazin

Der frühere Linksparteivorsitzende Oskar Lafontaine hat seine Teilnahme an einer Veranstaltung mit dem Publizisten Thilo Sarrazin verteidigt. „Wo kommen wir denn hin, wenn wir nicht mehr mit Politikern diskutieren, die völlig konträre Auffassungen haben, solange sie keine Nazis sind“, sagte Lafontaine dem Neuen Deutschland, von dem es auch prompt Kritik hagelte.

Diskussion über Sarrazins neues Buch

Der Fraktionschef der Linkspartei im saarländischen Landtag hatte in München auf Einladung von Sarrazins Verlag an einer Diskussion über dessen neues Buch „Der Staat an seinen Grenzen“ teilgenommen. Auch der frühere CSU-Vizechef Peter Gauweiler beteiligte sich daran. Lafontaine hatte dabei unter anderem die Kosten für einen unbegleiteten minderjährigen Flüchtling mit den Bezügen einer deutschen Rentnerin verglichen, berichtete der Bayerische Rundfunk.

Wieso kostet ein Migrantenkind 5.000 Euro im Monat?

Er erklärte, ein solches Einwandererkind koste rund 5.000 Euro im Monat. Das könne er einer Sozialrentnerin nicht erklären. Deutschland gebe zu viel Geld für zu wenige Notleidende aus. Für den Auftritt hatte Lafontaine harsche Kritik von Parteifreunden erhalten. „Jemand, der sich mit Rassisten wie Sarrazin ein Podium teilt und die Interessen Geflüchteter gegen deutsche Rentner ausspielt, darf kein öffentliches Amt für die Linke bekleiden“, forderte das Mitglied im Linken-Vorstand, Lucy Redler, gegenüber dem Spiegel.

Wenn Linke gegen Linke hetzen

Dieselbe Zeitschrift, die ihr nun eine Plattform bietet, übte zehn Jahre zuvor noch harsche Kritik an der „roten Lucy“. Jetzt beteiligt sich das Medium an ihrer Propaganda gegen böse Abweichler, die sich mit politisch Andersdenkenden treffen und Probleme bereden.

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