Jeden Tag werden neue Schreckensmeldungen über Entlassungen bekannt – nun traf es den steirischen Vorzeigebetrieb AVL

Foto: geralt / pixabay.com
Corona-Wahnsinn: Kündigungswelle rollt durch Österreich

Die Liste wird immer länger – 1.000 Beschäftigte verloren bei Swarovski in Wattens ihre Anstellung, 2.300 bei MAN in Steyer, 650 wurden bei FACC in Ried gekündigt, 550 Angestellte mussten bei der Voestalpine in Kindberg und Kapfenberg den Hut nehmen. Nun hat ein weiteres österreichisches Vorzeigeunternehmen Mitarbeiter zur Kündigung angemeldet, die AVL in Graz (Anstalt für Verbrennungskraftmaschinen List) trennt sich von 220 ihrer Angestellten.

Arbeitskrise erreicht ungeahnte Ausmaße

Isoliert betrachtet, könnte man meinen, die genannten Kündigungen seien tragische Einzelfälle. Die neuesten Arbeitsmarktdaten des AMS zeichnen jedoch ein anderes, viel düstereres Bild. Die sogenannte Corona-Krise und der von der Bundesregierung verordnete „Lockdown“ zeigen langsam, aber sicher ihre katastrophale Wirkung am heimischen Arbeitsmarkt. In Tirol liegt die Arbeitslosenquote (inkl. Schulungsteilnehmer) um unfassbare 41,6 Prozent höher als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Vorarlberg, Salzburg, die Steiermark, Oberösterreich und Wien liegen mit zwanzig bis dreißig Prozentpunkten knapp dahinter. Dazu kommen zehntausende Arbeitnehmer in Kurzarbeit – eine Maßnahme, die allenfalls als arbeitsmarktpolitische Herz-Lungen-Maschine bezeichnet werden kann. Niemand weiß, wie viele Menschen bei Auslaufen der Kurzarbeits-Option ihren Job verlieren werden.

Beginn einer gefährlichen Entwicklung

Besonders in der Steiermark ist eine Vielzahl an Betrieben von Kündigungen getroffen. Die Grüne Mark zählt zu den Hochtechnologie-Standorten – im Einzugsbereich der Automobilhauptstadt Graz finden sich auch viele Zulieferbetriebe. Gerade diese Sparte wurde bereits seit Eintritt der Grünen in die Bundesregierung immer wieder vor Herausforderungen gestellt. Der Grazer Vizebürgermeister Mario Eustacchio zeigt sich besorgt um die zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklungen:

Graz befindet sich aktuell in doppelter Hinsicht im politischen Schussfeld. Zum einen setzen unserer Wirtschaft die Corona-Maßnahmen zu, zum anderen zeigen auch schon die Folgen der Klima-Hysterie Auswirkungen auf den Standort, insbesondere auf die Automobilbranche. Beides kann mittelfristig zu einem echten Katastrophenszenario für Graz werden, wenn nicht sofort die Handbremse gezogen wird.

 

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