Der freiheitliche Abgeordnete Erwin Angerer brachte im Parlament nun eine Anfrage zu den bedenklichen Äußerungen Professor Schönbergers ein.

Foto: FPÖ
Für Klagenfurter Uni-Professor ist Integration Fremder „Rassismus“ und „Unterordnung“

In der Radio-Kärnten-Sendung „Antirassismusbewegung in Kärnten“ vom 23. Juni 2020 verglich der Universitätsprofessor Dr. Klaus Schönberger, Institutsvorstand des Instituts für Kulturanlayse an der Universität Klagenfurt, das ehrende Gedenken an den Kärntner Abwehrkampf und die Volksabstimmung mit der Anti-Rassismusdemonstration, die im Juni in Klagenfurt stattfand. Weiter teilte er den Hörern von Radio Kärnten mit, dass zu Lebzeiten von Jörg Haider die Bediensteten des Landes verpflichtet worden wären, an 10.-Oktober-Feiern teilzunehmen.

„Verunglimpfen der Kärntner Geschichte“

„Diese Behauptungen grenzen an ein primitives Verunglimpfen der Kärntner Geschichte seitens eines Universitätsprofessors, der ganz offenkundig keinen Bezug zu Kärnten und seiner Geschichte hat“, erklärt der Kärntner FPÖ-Landesparteichef Gernot Darmann, der auf die Funktion und Rolle eines Universitätsprofessors in unserer Gesellschaft hinweist: „Als Universitätsprofessor und Institutsvorstand hat Dr. Klaus Schönberger nicht nur seinen Studenten, sondern auch der Öffentlichkeit gegenüber eine Vorbildfunktion und nimmt zwangsweise die Rolle eines Meinungsbildners ein. Daher ist es als äußerst bedenklich anzusehen, wenn ein Universitätsprofessor derartige unbegründete und nicht fundierte Äußerungen tätigt.“

Wie wird man in Österreich Uni-Professor?

Genauso bedenklich sei es, wenn derselbe Professor die Forderung nach Integration von Migranten als „Form des strukturellen Rassismus“ bezeichnet und Integration für ihn „Assimilierung und Unterordnung“ bedeutet. „Als Ausbilder unseres akademischen Nachwuchses und Lehrender im Bereich der Kulturanalyse fragt man sich, wie er behaupten kann, es sei Rassismus, wenn jemand verlangt, dass sich Einwanderer in unsere Gesellschaft integrieren sollen. Die Republik Österreich sollte sich die Vergabe ihrer Professuren besser überlegen, wenn ein Universitätsprofessor, der unseren akademischen Nachwuchs ausbildet, gegen eine notwendige Integration von Einwanderern Wort führt“, betont Darmann.

FPÖ bringt Anfrage im Parlament ein

In Österreich leben mehr als zwei Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. „Dass sich diese Menschen im Land zurechtfinden und verständigen können, dass sie am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, in die Schule gehen oder einen Beruf ausüben können, wäre ohne Integration nicht möglich. Ein nationaler, gesellschaftlicher Zusammenhalt und sozialer Frieden setzen nicht nur das Kennenlernen, sondern auch das Einbeziehen der Menschen in die österreichische Gesellschaft und Kultur voraus“, so der freiheitliche Wirtschaftssprecher Erwin Angerer. „Aus diesem Grund habe ich nun eine Anfrage im Parlament eingebracht, mit der wir eruieren möchten, wie das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung zu den Äußerungen von Univ.-Prof. Dr. Klaus Schönberger steht und ob seine – unserer Meinung nach unüberlegten und unverantwortlichen Äußerungen – Konsequenzen hatten bzw. haben werden.“

Warten auf Antwort von Bildungsminister Faßmann

In der Anfrage, die heute, Donnerstag, im Nationalrat eingebracht wurde, wollen Angerer und Kollegeen unter anderem wissen, was das BMBWF unter den Begriffen „Integration“ und „Rassismus“ versteht, ob dem Ministerium die Äußerungenn Schönbergers bekannt sind und wie es diese bewertet, und ob es seitens des Ministerium oder von anderer Seite Konsequenzen für den Herrn Professor gegeben habe. Zuletzt will man wissen, ob Schönberger mit seinen Thesen in seiner beruflichen Position noch tragbar ist und was im Falle nein dagegen unternommen wird.

Unzensuriert wird über die Antworten von ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßman berichten.

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