Das Coronavirus hält Österreich in Atem – und in Schach. Angst ist ein hervorragendes Mittel, aus Bürgern Untertanen zu machen. Kanzler Kurz weiß, wie das geht.

Foto: European People’s Party / flickr (CC BY 2.0) – Spiegelung: unzensuriert
Kanzler stimmt auf zweiten „Lockdown“ ein: Keine Familienfeste, Einschränkungen bei privaten Treffen

Weil nicht die Zahl der schwer Erkrankten und die Todesfälle als Basis für das Regierungshandeln genommen wird, sondern die Zahl der positiv Getesteten, droht Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) mit bundeweiten Verschärfungen seiner Corona-Bestimmungen. Am Montag will er darüber mit den Ländern, Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) beraten.

Falsche Grundvoraussetzung

Welche Restriktionen zu erwarten sind, ließ das Kanzleramt in seiner Erklärung offen. Kurz wies allerdings die Richtung, als er meinte, dass man nur durch die Reduktion von sozialen Kontakten den Anstieg der Infektionszahlen stoppen könne. Das würde „natürlich von uns allen Verzicht bedeuten“ – Verzicht auf grundlegende Freiheitsrechte dafür, dass die Corona-Sterberate bei 0,1 bis 0,2 Prozent der Erkrankten, also exakt im Bereich einer normalen Grippe liegt.

Kurz meint, dass der Anstieg der Infektionszahlen eine Herausforderung für das Gesundheitssystem sei. Doch Covid-19 verläuft in den allermeisten Fällen harmlos, ja meist unbemerkt! Deshalb ist die Zahl der Corona-Akutpatienten wohl aussagekräftiger und für die Gesundheitseinrichtungen relevant: Es sind aktuell 124 auf insgesamt 2.547 Betten mit Intensivüberwachung und -behandlung.

Freizeitverhalten im Auge

Dennoch bleibt Kurz bei seinem Alarmismus und predigt den „Zusammenhalt des Frühjahres, der unser Erfolgsfaktor bei der Abwehr der ersten Welle war.“

Besonders das Freizeitverhalten der Österreicher ist ihm ein Dorn im Auge. Dort käme es zu den meisten Neuinfektionen – also will er dort den Hebel ansetzen. Und das zwei Monate vor Weihnachten!

Sebastian Kurz gespiegelt

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