Die Freundschaft macht sich bezahlt: Der umstrittene Gastronom und Kurz-Freund Martin Ho dürfte vor allen anderen Österreichern bereits Informationen über den bevorstehenden „Lockdown“ erhalten haben.

Foto: © leisure.at/Christian Jobst
Gastronom und Kurz-Freund Ho wusste offenbar von bevorstehenden „Lockdown“

Martin Ho, seines Zeichens „Szene-Gastronom“ und Intimus von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), gerät wieder in die Schlagzeilen. Diesmal nicht wegen des Ignorierens von Corona-Sperrstunden oder mutmaßlich gefundenen Drogen in einem seiner Lokale, sondern wegen Insider-Informationen betreffend des bevorstehenden, zweiten „Lockdowns“.

Dots-Gruppe verlautbarte schon am Donnerstag Schließungen

Die von Ho geführte Dots-Gruppe verlautbarte nämlich schon am Donnerstag dieser Woche die Schließung ihrer Lokale ab kommendem Montag. Konkret wurde am Donnerstagabend via Twitter verlautbart, dass ab Montag freiwillig alle Restaurants in Wien schließen. Zu lesen war:

Aufgrund der rasant steigenden Covid-19-Neuinfektionen sowie des eindringlichen Appells der Bundesregierung zur Kontaktreduktion bleiben unsere Pforten geschlossen.

Politikerkontakte zahlen sich aus

Der Tweet wurde wenig später wieder gelöscht. Seither vermuten viele, dass man Hos Insiderwissen aus den Kreisen von Kanzler Kurz auf die Schliche kam. Steckte Kurz seinem Freund Ho gar persönlich die Informationen über den bevorstehenden „Lockdown“?

Ein Sprecher der Dots-Gruppe will davon freilich nichts wissen. Gegenüber dem Standard meinte man:

Wir wissen auch nicht mehr als alle anderen, aber in der Gastronomie stellen sich bereits alle auf Einschränkungen in irgendeiner Form ein. Im Sinne der Gesundheit und Sicherheit haben wir uns für diesen Schritt entschlossen.

Sebastian Kurz und Martin Ho

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