Die Anteilnahme der Menschen für die Opfer des Wien-Attentats war beeindruckend. Manche vergossen aber auch Tränen für den Terroristen, der vier Menschen tötete und 22 verletzte.

Foto: Munf / wikimedia.org (CC BY-SA 3.0)
Falsche Toleranz macht sich wieder breit: Tränen für den Täter

Falsche Toleranz sei jetzt fehl am Platz – das hörte man unmittelbar nach der schrecklichen Mordnacht vom 2. November in Wien, als ein Islamist unschuldige Menschen mit seiner Kalaschnikow regelrecht niedermähte. Unschuldige Menschen, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren, starben oder wurden verletzt.

„Dschihadistische Verbrecher sind Menschen wie wir“

Es hat nicht lange gedauert – und die selbsternannten Gutmenschen kehrten ihre „Toleranz“ wieder hervor. Allen voran Falter-Chefredakteur Florian Klenk, der sowohl auf Twitter, als auch auf Facebook ein Bild mit elf Kerzen vom Ort, wo der Attentäter starb, veröffentlichte und schrieb:

Der Ort an dem der Attentäter starb. Die 11 Kerzen erinnern daran, dass auch dschihadistische Verbrecher Familie und Freunde hatten, dass sie also Menschen waren wie wir alle. Und nicht nur Monster, Bestien oder Orschlöcher. Den Weg der Radikalisierung gilt es nun zu erkunden.

Klenks Twitter-Posting „mehr als unterirdisch“

Klenk sah sich nach diesem Beitrag wüsten Beschimpfungen in den sozialen Medien ausgesetzt, weshalb er das Posting sowohl auf Twitter, als auch auf Facebook wieder löschte. Die Nutzer störte vor allem die Bemerkung, „dass auch dschihadistische Verbrecher Menschen waren wie wir alle“. In einem Kommentar meinte eine Frau:

Soviel zu ihrer rührenden Anteilnahme lieber Herr Klenk – die Eltern schämen sich vermutlich zu Tode und die „Freunde“ sind hoffentlich auch verhaftet … man sollte sich aber ernsthaft mal um ihren Gesundheitszustand Sorgen machen, denn ihr Posting auf Twitter ist ja mehr als unterirdisch.

Mitgefühl und Verständnis für Attentäter

„Unterirdisch“ ist wahrscheinlich auch die richtige Bezeichnung für den von fragwürdigem Mitgefühl und Verständnis triefenden Brief, den der frühere Neos-Chef Matthias Strolz dem Attentäter schrieb. Ausschnitt:

(…) Meinen Hass bekommst du nicht. Du bekommst meine Betroffenheit und Traurigkeit, meine Ruhe und Entschlossenheit. In mir wächst das Mitgefühl und die Liebe …“

Linke entschuldigte sich bei Vergewaltiger

Dieser Brief des „Menschenfreundes“ Strolz erinnerte den Journalisten Henryk M. Broder in seinem Kommentar auf achgut.com an den Fall einer jungen Nachwuchspolitikerin der Linkspartei, die nach ihrer Vergewaltigung durch Migranten falsche Angaben über die Vergewaltiger machte, weil sie „Angst hatte, dass die Vergewaltigung von Rechts missbraucht wird, um die Hetze gegen Flüchtlinge weiter anzuheizen“, wie sie später gegenüber Panorama erklärte.

Damit nicht genug, schrieb sie auch noch einen Brief an den/die Vergewaltiger, in dem sie sich bei ihm/ihnen dafür entschuldigte, was er/sie ihr angetan hatte(n). „Lieber männlicher Geflüchteter…, es tut mir so unfassbar Leid…“

„Toleranz“ rückt wieder in den Vordergrund

Wen wundert’s, dass bei so vielen Tränen, die „Menschenfreunde“ für die Täter vergießen, auch Politiker und Journalisten plötzlich wieder „Toleranz“, die unmittelbar nach der Tat fehl am Platz schien, in den Mittelpunkt der Diskussion stellen. Man brauche mehr Geld und Personal für Deradikalisierungsvereine, heißt es jetzt wieder, statt endlich rigorose Maßnahmen wie das Verbot gegen den politischen Islam auf den Weg zu bringen oder für Gefährder die Sicherungshaft (oder noch besser die Abschiebung samt lebenslangem Aufenthaltsverbot) einzuführen.

Gedenken Attentat Wien

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