Die Regierung muss jetzt ihre Maske fallen lassen: Alle Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus haben nichts genützt. Am Ende werden wieder alle eingesperrt.

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Regierung sperrt uns wieder ein: Fortgehen zu Allerheiligen soll schuld sein

Jetzt ist es fix: Die Regierung sperrt uns wieder ein, wie schon im März. Diesmal angeblich bis 8. Dezember. Heute, Samstag, will die Regierung die Verschärfungen präsentieren. Und morgen, Sonntag, 18 Uhr, wird im Hauptausschuss des Nationalrats der Beschluss gefällt.

Alle Vorkehrungen mitgetragen

Warum musste es wieder soweit kommen? Das ist die Frage, die sich nicht nur Experten verschiedener Fachgebiete stellen. Denn die Menschen haben alle Vorkehrungen mitgetragen, die uns die Regierung aufoktroyiert hat: Wir haben Masken aufgesetzt, Abstand gehalten, Hygienevorschriften befolgt, ja sogar brav unsere Daten preisgegeben, wenn wir ins Gasthaus gegangen sind.

Das alles nützte nichts. Mit Stand Freitag befanden sich rund 3.800 Erkrankte in Spitalsbehandlung (entspricht 0,04 Prozent der Bevölkerung), 546 von ihnen auf der Intensivstation, wo es insgesamt 2.547 Betten gibt. Diese Entwicklung wird nun von der Regierung als Begründung genommen für noch härtere Corona-Maßnahmen.

Zu Allerheiligen „ordentlich fortgegangen“

Im Kurier sagt ein „Regierungsstratege“:

Als Ende Oktober klar war, dass ein softer Lockdown kommt, haben die Menschen leider damit reagiert, dass sie am Allerheiligen-Wochenende noch einmal ordentlich fortgegangen sind.

Die nunmehr fast 10.000 Neu-Infizierten seien das Ergebnis dieses Verhaltens. Da hören wir aber auch immer wieder andere Vorwürfe: Die Ansteckung in den eigenen vier Wänden sei so gefährlich, hieß es immer, weshalb der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer gar forderte, den privaten Wohnbereich der Österreicher zu kontrollieren.

Alternative Modelle in Madrid und Japan

Der „Lockdown“ scheint für viele alternativlos. Doch andere Länder zeigen vor, wie es auch gehen kann. unzensuriert berichtete dieser Tage, dass es in Madrid keine Ausgangssperren und trotzdem sinkende Infektionszahlen gebe. Auch Japan, wo Ausgangssperren und Zwangsquarantäne rechtlich nicht möglich sind, geht mit dem Virus anders um und schränkt die Menschen nicht so drastisch ein, wie es Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) jetzt wieder vorhaben.

Unklarheit über Schulschließungen

Dramatisch könnte es für die Schüler werden. Kommt die Schulschließung, hätte sich der Kurs von Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) durchgesetzt. Die Ampelkommission hatte sich noch Donnerstagabend dafür ausgesprochen, den Unterricht für die unter 14-Jährigen weiterhin an den Schulen abzuhalten.

Noch am Samstag warnte Christoph Klein von der Arbeiterkammer Wien, sollte das Maßnahmenpaket der Regierung Schulschließungen beinhalten, würde das „schwerwiegende Folgen nicht nur für die Kinder und Eltern, sondern auch für die Arbeitswelt und damit die österreichische Wirtschaft“ nach sich ziehen. Man könne von rund einer halben Million Arbeitnehmern ausgehen, die akut Betreuung organisieren müssten. Denn selbst wenn Eltern im Homeoffice sind, bedeute das nicht, dass Kinder automatisch betreut seien. Zuvor hatte schon das WIFO vor „hohen individuellen und gesellschaftlichen Kosten“ bei Schulschließungen gewarnt.

Aufregung über Aussage des grünen Umweltlandesrates

Bis heute Nachmittag will man diese Frage geklärt haben. Fest steht aber, dass es für eine entsprechende Verordnung eine wissenschaftliche Evidenz braucht – also eine Studie, die zeigt, dass es in den Schulen ein relevantes Infektionsgeschehen gibt.

Für Aufregung sorgt zudem der Vorarlberger Umweltlandesrat Johannes Rauch (Grüne) mit seinem Vorstoß, auch Produktionsbetriebe während des „Lockdowns“ zu schließen. Für den Vorarlberger Wirtschaftskammer-Präsidenten Hans Peter Metzler ist das der völlig falsche Ansatz. Der Präsident der Industriellenvereinigung Vorarlberg, Martin Ohneberg, bezeichnete die Aussagen Rauchs gar als „weltfremd und unverantwortlich“.

Mann mit Maske

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