Vizekanzler Werner Kogler (l., Grüne) und Bundeskanzler Sebastian Kurz (r., ÖVP) schicken die Österreicher in Quarantäne, obwohl die Infizierten-Zahlen rückläufig sind.

Foto: Dragan Tatic / BKA
Wie im März: Regierung verhängt „Lockdown“ bei sinkenden Zahlen

Da kann sich jeder selbst seinen Reim daraus machen: Ausgerechnet zum Zeitpunkt, als die Zahlen von positiv Getesteten abnimmt, verhängt die Regierung ab Dienstag, 17. November, einen harten „Lockdown“.

677 positiv Getestete weniger

Damit handelt Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und sein Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) so unverständlich wie bereits im März, als die Infizierten-Zahlen ebenfalls rückläufig waren und es trotzdem zu den harten Maßnahmen kam, die die Menschen und die Wirtschaft nachhaltig schädigten.

Am Ende dieser Woche (Kalenderwoche 46) nimmt nicht nur der Zuwachs an aktuell positiv Getesteten ab, sondern es gibt auch mehr „Genesene“ als neu positiv Getestete. Von Freitag auf Samstag waren es nur noch 291 Personen mehr, von Samstag auf Sonntag bereits 677 weniger.

Zehn Mal mehr Tests als im März

Die „dramatische“ Anzahl an positiv Getesteten ist ausschließlich den enormen Testzahlen geschuldet. In den letzten Tagen wurden täglich jeweils mehr als 30.000 Tests durchgeführt. Im Vergleich dazu: In den letzten zehn Märztagen wurden in Summe 33.799 Tests durchgeführt. Das heißt: Wir testen nun in etwa zehn Mal mehr!

Hinzu kommt, dass positiv getestet nicht bedeutet, dass die Person infiziert oder krank ist, sondern lediglich, dass ein Testergebnis positiv ist. Siehe auch „Aktuelle Zahlen zum Corona-Virus“.

Werner Kogler / Sebastian Kurz

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