Österreichs Behörden waren seit 2016 mit 46 Fällen von Zwangsheirat befasst – die Dunkelziffer liegt vermutlich um ein Vielfaches höher (Symbolbild).

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Zurück ins Mittelalter: Zwangsehen in Österreich keine Seltenheit mehr

Obwohl Zwangsheirat eine Straftat ist, für die bei einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Haft drohen (§ 106a StGB), sind jährlich zahlreiche Mädchen in Österreich von solchen Zwangsverehelichungen betroffen. Meistens sind es junge Frauen mit österreichischer Staatsbürgerschaft, die bereits in zweiter oder dritter Generation hier leben, aber auch Mädchen, die aus dem jeweiligen Heimatland einem in Österreich lebenden Mann zugesprochen werden.

Die Religion spielt dabei meist eine untergeordnete Rolle, vielmehr sind längst veraltete, patriarchalische Strukturen Grund dafür. Familien zwingen ihre Töchter, ihnen oft unbekannte Männer zu heiraten und den Beischlaf mit ihrem Ehemann (inklusive reichliche Kinderproduktion) zu dulden. Aufgrund des innerfamiliären Drucks haben diese meist keine andere Wahl, als dieses Schicksal über sich ergehen zu lassen. Durch die frühe Heirat stellen die Eltern sicher, dass die betroffenen Mädchen jungfräulich heiraten und so die „Familienehre“ gewahrt bleibt. Hauptgrund sind wirtschaftliche Verbesserungen, die sich die Eltern durch die Ehe für die Familie erwarten.

Hohe Dunkelziffer, weil nur die wenigsten sich wehren

Wie eine parlamentarische Anfrage von FPÖ-Sicherheitssprecher Hannes Amesbauer an den Innennminister offenbarte, waren Österreichs Behörden seit 2016 mit 46 Fällen von Zwangsheirat befasst. Das bedeutet, dass es in Österreich nahezu monatlich zu einer Zwangsehe kommt, wobei es sich dabei nur um jene Fälle handelt, die auch zur Anzeige gebracht wurden. Die Dunkelziffer dürfte in diesem Bereich wohl noch um ein Vielfaches höher sein. Experten schätzen sogar, dass hierzulande jährlich um die 200 Mädchen und junge Frauen von erzwungenen Ehen betroffen sind.

Massenmigration als Treiber illegaler Zwangsehen

Wie aus der Beantwortung durch ÖVP-Innenminister Karl Nehammer hervorgeht, sind die Täter, gegen die im Zusammenhang mit Zwangsehen ermittelt wird, vorwiegend Personen aus islamisch geprägten „Kulturkreisen“, ein maßgeblicher Teil davon Asylwerber. Hauptsächlich stammen die Tatverdächtigen aus Afghanistan, Syrien, Serbien, der Türkei, Ägypten und dem (wie Serbien) Langzeit-EU-Beitrittskandidaten Nordmazedonien. FPÖ-Nationalratsabgeordneter Amesbauer ist angesichts der Daten fassungslos:

Offensichtlich leben einige sogenannte ‚Kulturbereicherer‘ ihre mittelalterlichen Traditionen hier mitten in Österreich aus. Zwangsehen sind nicht im Mindesten mit unserer aufgeklärten und westlichen Gesellschaft zu vereinbaren. Diese Personen ‚flüchten‘ ja angeblich zu uns und wollen hier dann wiederum ihre vorsintflutlichen Bräuche etablieren.

Hilfsverein kostete Steuerzahler bisher 750.000 Euro

Gemäß Anfragebeantwortung entstanden dem Bundesministerium für Inneres zudem zwischen 2015 und 2020 Kosten von rund 750.000 Euro für eine Zusammenarbeit mit einem Verein, bei der es um Zwangsehen ging. Amesbauer:

Durch den Import von derartigen inakzeptablen Unsitten hat der Steuerzahler auch noch für exorbitante Kosten aufzukommen. Wir brauchen aus diesen Regionen aus mehrerlei Gründen keine Einwanderung, die Zwangsheirat ist einer davon.

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