Nach einem trend-Bericht führte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) während der Staatstrauer miese Hinterzimmergepräche mit Journalisten.

Foto: FPÖ
Sobotka bereitete mit einer Handvoll Journalisten Angriff auf Kickl vor

Nach einem Bericht von Josef Votzi im trend hat sich Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka von der ÖVP, der sein Amt eigentlich überparteilich ausüben sollte, noch während der Staatstrauer mit einer Handvoll Journalisten geheim getroffen, um ihnen einzureden, dem früheren Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) die Mitschuld am Wien-Attentat zu geben.

Top-Secret-Offensive gegen Kickl

Votzi behauptet, dass sich Sobotka während der Parlamentssitzung klammheimlich in sein Büro zurückzog, wo er eine Handvoll Journalisten begrüßt haben soll. Im trend schreibt er über „Sobotkas Top-Secret-Offensive gegen Kickl“:

Der Termin ist vom Einlader als höchst vertraulich deklariert. Dass Sobotka weder direkt noch indirekt zitiert werden soll, versteht sich bei einem Hintergrundgespräch von selbst. Außergewöhnlich bleibt: Nicht einmal die Tatsache, dass dieses Gespräch stattgefunden habe, dürfe nach außen dringen, werden die Teilnehmer eingeschworen. Einziges Thema: Wolfgang Sobotka geißelt Ex-FPÖ-Innenminister Herbert Kickl als „Zerstörer des BVT“.

Der ungewöhnliche Termin hinterlässt nur auf den ersten Blick mehr Fragen als Antworten: Warum fühlt sich ausgerechnet der ehemalige ÖVP-Innenminister Wolfgang Sobotka auch in seiner neuen Rolle als überparteilicher Nationalratspräsident bemüßigt, seinen Amtsnachfolger und Ex-Regierungspartner hinterrücks derart massiv anzupatzen?

Ablenkung vom Mega-Gau im ÖVP-Innenministerium

Dass Kickl, der unglaubliche Pannen des Ressorts von ÖVP-Innenminister Karl Nehammer aufdeckte, bald Hauptziel der ÖVP-Ablenkungsstrategie wurde, nachdem man – auch noch faktisch falsch – zuerst Justizministerin Alma Zadić (Grüne) anzupatzen versuchte, war in den Tagen nach dem Terror rasch klar.

Nacheinander traten ÖVP-Klubobmann August Wöginger und ÖVP-Sicherheitssprecher Karl Mahrer in die Öffentlichkeit, um vom Mega-Gau abzulenken. Votzi beschreibt das so:

Zumal weniger als 48 Stunden nach der Wahnsinnstat Innenminister Karl Nehammer eingestehen musste, dass sein Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) seit dem Sommer über Hinweise verfügte, dass der Attentäter versucht hatte, in der Slowakei Munition für seine Mordwaffe zu kaufen.

Wolfgang Sobotkas Flüsterpropaganda gegen seinen Vorgänger war offenbar nur der Auftakt und Versuchsballon, einen neuen Schuldigen für das abscheuliche Verbrechen in die Auslage zu stellen.

Rücktrittsaufforderung an Wolfgang Sobotka

FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl reagiert auf den trend-Artikel über Sobotkas miese Hinterzimmergespräche während der Staatstrauer auf seiner Facebook-Seite:

Wenn das der Wahrheit entspricht, sollte er gleich gemeinsam mit seinem schwarzen Parteifreund Nehammer abtreten.

Wolfgang Sobotka

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