Jeder zweite Arbeitslose fühlt sich laut Abeiterkammer in seiner Existenz bedroht.

Foto: Bernd Schwabe / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
„Fordert, was ihr kriegen könnt“: Arbeiterkammer will mehr Geld für Arbeitslose

Aktuell sind in Österreich 466.350 Menschen als arbeitslos gemeldet oder in einer Schulung geparkt. Fast 100.000 verlorene Arbeitsplätze gehen auf das Konto der Corona-Politik der schwarz-grünen Regierung. Ebenfalls ist sie für 324.000 prekäre Kurzarbeitsverhältnisse verantwortlich. Besonders betroffen sind die Branchen Beherbergung und Gastronomie sowie Dienstleistungen und der Handel.

Mehr als Jobverlust

Arbeitslosigkeit hat nicht nur Auswirkungen auf das Einkommen, sondern auch auf „die beruflichen Perspektiven, die finanzielle Unabhängigkeit und oftmals die psychische Gesundheit“, wie die Auswertung des „Österreichischen Arbeitsklima Index“ der Arbeiterkammer Oberösterreich jetzt zeigt.

Jeder zweite Arbeitslose fühlt sich in seiner Existenz bedroht. Verantwortlich dafür ist die schwarz-grüne Regierung.

Keine Besserung in Sicht

Besonders bitter ist, dass „Arbeitslose derzeit wenig Hoffnung auf Besserung ihrer Lage haben“. Die Regierung von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) verschärft mit ihren Corona-Maßnahmen die Lage, statt sie zu bessern. Oberösterreichs AK-Präsident Johann Kalliauer hält fest:

In den vergangenen Monaten haben zehntausende Beschäftigte völlig unerwartet und unverschuldet ihren Arbeitsplatz verloren. Die allermeisten bemühen sich redlich, rasch wieder eine neue Beschäftigung zu finden. Angesichts der derzeitigen schwierigen Lage auf dem Arbeitsmarkt wird das nicht allen Corona-Arbeitslosen gelingen.

Teure Forderungen

Frei nach dem Motto „Fordert, was ihr kriegen könnt“ wünscht Kalliauer eine bessere finanzielle Absicherung für Arbeitslose:

Wer seinen Job verliert, verliert in Österreich fast die Hälfte seines zuletzt bezogenen Nettoeinkommens. Darum ist es höchst an der Zeit, die Nettoersatzrate von derzeit 55 auf mindestens 70 Prozent zu erhöhen.

Unklar ist allerdings, wer diese Erhöhung der Nettoersatzrate bezahlen soll. Die mit der größten Krise seit Bestehen der Zweiten Republik kämpfende Wirtschaft wird das wohl nicht schaffen können. Den schwarzen Peter dürfte also einmal mehr der Steuerzahler umgehängt bekommen – so lange er noch Arbeit hat.

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