Gabriel Felbermayr vom Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel warnt vor einem neuerlichen Zusperren des Landes. Ob dies den für Mittwoch geplanten BRD-“Lockdown” aufhalten wird, darf bezweifelt werden.

Foto: UphoffHe / wikimedia.org (CC0 1.0)
Warnung vor steigenden Arbeitslosenzahlen

Der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft, Gabriel Felbermayr, hat in der Bild vor den Auswirkungen des am Mittwoch beginnenden harten “Lockdown” auf den Arbeitsmarkt gewarnt. Ob die Regierung auf seine Warnung hören wird, steht auf einem anderen Blatt.

Harte Zeiten für Arbeitsmarkt

“Die deutlich verzögerte Erholung wird am Arbeitsmarkt durchschlagen, wo es schon vorher nicht rosig aussah”, erklärte Felbermayr der Bild. “Die Arbeitslosigkeit könnte um 50.000 bis 100.000 Personen höher liegen als ohne die Zusatzmaßnahmen.”

Weitere fünf Milliarden Minus im BIP

Der Ökonom sieht außerdem die Wachstumsaussichten der Bundesrepublik in großer Gefahr. “Durch die zusätzlichen Einschnitte könnte das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr zusätzlich zu den bisherigen Schäden um weitere 5 Milliarden Euro sinken”, sagte Felbermayr. Im Vergleich zum dritten Quartal bedeute das im vierten Quartal eine Schrumpfung um 0,5 Prozent. “Bisher waren wir nur von einem leichten Minus ausgegangen.” Nun wird es wohl noch schlimmer kommen.

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