Die millionenfache Covid-19-“Massenkeulung” von Zuchtnerzen in Dänemark könnte jetzt zu einem massiven Umweltproblem für Böden und das Grundwasser werden.

Foto: Kuerschner / wikimedia.org (PD)
Dänemark muss vier Millionen getötete Nerze exhumieren

Die als Covid-19-Maßnahme gesetzte Massentötung von nicht weniger als vier Millionen Zuchtnerzen in Dänemark hat jetzt weitreichende Folgen. Die dänische Regierung sieht sich jetzt veranlasst, Millionen getöteter Nerze, die zuvor begraben worden waren, wieder zu exhumieren. Grund dafür sind massive umweltpolitische Bedenken wegen einer Verunreinigung des Grundwassers.

Die Nerze waren im vergangenen November auf insgesamt 284 dänischen Zuchtnerz-Farmen „gekeult“ worden. Jetzt sollen alle Kadaver wieder ausgegraben werden, um dann verbrannt zu werden. Insgesamt sollten 15 Millionen Nerze getötet und entsorgt werden.

Massengräber auf Militäranlagen setzen Schadstoffe frei

Vor allem die in zwei Massengräbern auf dänischen Militäranlagen bestatteten toten Nerze werden jetzt zur unmittelbaren Umweltgefahr. Die Verwesung von Millionen toter Tiere setzt große Mengen von Phosphor und Stickstoff im Boden frei.

Dies kann zu einer Verunreinigung des Grundwassers und insgesamt massiver Bodenbelastung führen. Auch naheliegende Seengebiete sollen potentiell von dieser „Umweltbombe“ betroffen sein.

Exhumierung soll erst im Mai 2021 durchgeführt werden

Die Exhumierungen selbst sollen aber erst im Mai 2021 durchgeführt werden, da vorher eine Ansteckungsgefahr mit Covid-19 durch die eingegrabenen Kadaver für die Mitarbeiter der Entsorgungstrupps bestehen könnte. Dass zwischenzeitlich durch die Verwesung der Kadaver bereits das Grundwasser kontaminiert ist, schließt das dänische Landwirtschaftsministerium aus.

Nerze

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