Die Polizei musste 190 Mann einsetzen, um eine Razzia gegen einen jugendlichen Islamisten in Berlin durchzuführen.

Foto: Christoph Scholz / flickr (CC BY-SA 2.0)
Razzia in Islamisten-Szene wegen Terrorverdacht in Berlin

Die Berliner Polizei hat am heute, Dienstag, die Wohnung eines mutmaßlichen Islamisten im Stadtteil Marzahn durchsucht. Dem Verdächtigen wird vorgeworfen, eine schwere Straftat vorbereitet zu haben. Laut der Generalstaatsanwaltschaft Berlin gingen die Ermittler Hinweisen nach, der Verdächtige könnte einen islamistisch motivierten Sprengstoffanschlag vorbereitet haben. Dies habe sich bei der Durchsuchung seiner Wohnung aber bislang nicht bewahrheitet. Die Ermittlungen dazu dauern noch an.

Fast 200 Beamte im Einsatz

Nach Angaben der Polizei waren 190 Beamte im Einsatz. Der Verdächtige sei in seiner Wohnung im Berliner Stadtteil Marzahn angetroffen worden. Er wurde jedoch bisher nicht festgenommen. Es handelt sich laut rbb24 um einen “15 Jahre alten mutmaßlichen Islamisten”, der “in einem Chatverkehr die Bereitschaft zu einem islamistisch motivierten Sprengstoffanschlag geäußert habe”.

Zwar konnte die Polizei keine Beweise finden, aber trotzdem lobte der Berliner Landeschef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Norbert Cioma, das Vorgehen seiner Kollegen: “Es ist richtig und wichtig, dass wir beim geringsten Verdacht auf terroristische Straftaten schnellstmöglich handeln und kein Risiko eingehen. Berlin steht als Metropole nach wie vor im Fokus des internationalen Terrorismus und wir haben bekanntermaßen eine Menge Leute in der Stadt, denen man eine schwere staatsgefährdende Straftat zutraut.” Laut der Generalstaatsanwaltschaft dauern die Ermittlungen noch an.

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