Immer mehr Reisebüros geben auf, da sie die Auswirkungen der Covid-19-Maßnahmen nicht mehr tragen können.

Foto: Herzi Pinki / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Reiseveranstalter halten Corona-Verlustersatz für untauglichen Ausgleich

Es rumort hörbar in der österreichischen Wirtschaft. Zielscheibe ist einmal mehr die schwarz-grüne Bundesregierung mit ihren Covid-19-Maßnahmen, die seit dem Frühjahr 2020 die heimischen klein- und mittelständischen Betriebe an den Rand ihrer Existenz gebracht haben.

Jetzt gibt es einen neuerlichen Hilferuf aus der Reiseveranstalterbranche, um eine tatsächliche finanzielle Ausgleichszahlung, die auch hilft, zu erlangen.

Reiseveranstalter Klug geht an die Öffentlichkeit

Stellvertretend hat sich Franz-Michale Klug, Geschäftsführer der KLUG Touristik, an die Öffentlichkeit gewandt. Klug fordert auch für die Monate März 2020 bis September 2020 eine faire Ausgleichszahlung für erlittene Umsatzverluste:

Als Reiseveranstalter haben wir im Zeitraum 16.03. bis 15.09.2020 einen Umsatzverlust von 89 Prozent erlitten, welcher nun nicht einmal teilweise ausgeglichen wird. Ähnlich ergeht es auch anderen Branchen, wie Konzertveranstaltern oder Club-Betreibern, welche auch über den Sommer keine/kaum Umsätze erwirtschaften konnten.

Gedeckelter Verlustersatz stellt untaugliche Hilfe dar

Für Klug und andere Reiseveranstalter ist klar, dass gerade in ihrer Branche ein gedeckelter Verlustersatz mit drei Millionen Euro eine untaugliche Hilfe für die erlittenen Mega-Verluste darstellt. Ausgeglichen würden nämlich nur Verluste, welche nach dem 16.09.2020 entstanden seien. Für Branchen wie die Ferien-Hotellerie mag dies ein idealer Betrachtungszeitraum sein, für jene Branchen, welche jedoch auch über den Sommer stark eingeschränkt waren, gehte die Beihilfe ins Leere.

Hier bedürfe es dringender Nachbesserungen, um eine Insolvenzwelle in vielen Branchen zu vermeiden. Da laut Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) noch ausreichend Geld vorhanden ist, sollte einer Umsetzung nichts im Wege stehen.

Reisebüro Wien

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