66 Werke des “Blutkünstlers” Hermann Nitsch gingen nun um eine Million Euro in den Besitz des Landes Niederösterreich über. Der Steuerzahler darf für diese “Kunst” aufkommen.

Foto: Nitsch Foundation / Wikimedia CC BY-SA 3.0
Niederösterreicher müssen Nitsch-“Blutbilder” um eine Million Euro kaufen

ÖVP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sagt den Niederösterreichern, was Kunst ist und kauft mit dem Geld der Bürger “Blutbilder” von Hermann Nitsch. Um eine Million Euro.

66 Werke für das Nitsch-Museum

Insgesamt geht es um 66 Werke, die für die Sammlung des Landes Niederösterreich und „zur Absicherung der zukünftigen Ausstellungen“ im Nitsch-Museum in Mistelbach, Niederösterreich, angekauft wurden. In einer Aussendung der NÖ-Landesregierung am 22. Dezember heißt es:

Mit dem heutigen Beschluss folgt die Landesregierung auch einer Empfehlung des Landesrechnungshofes aus dem Jahr 2018, die erforderlichen Kunstwerke zur repräsentativen Darstellung des Gesamtwerkes des Künstlers auf Dauer für das Land Niederösterreich zu sichern.

Nur FPÖ stimmte gegen Ankauf

Landtagsabgeordnete Vesna Schuster (FPÖ) sagte gegenüber unzensuriert, dass in der Landesregierung-Sitzung nur die Freiheitlichen gegen den Ankauf stimmten. Schuster, auch Mitglied des Kulturausschusses, stellte nun eine Anfrage an Landeshauptfrau Mikl-Leitner, insbesonders interessiert sie, wie der um zwei Drittel reduzierte Preis zustande kam, denn, so Schuster:

Ein extern in Auftrag gegebenes Gutachten bewertete die 66 im Paket enthaltenen Werke mit einem Schätzpreis von 2.870.000 Euro. Der veranschlagte Kaufpreis wurde gegenüber diesem im Schätzgutachten ermittelnden Marktwert seitens des Künstlers um etwa zwei Drittel reduziert und beträgt somit 1.000.000 Euro.

Waldhäusl: “Kein Fingerspitzengefühl”

FPÖ-Landesrat Gottfried Waldhäusl vermisst bei der ÖVP Landeshauptfrau Fingerspitzengefühl und Hausverstand. Gegenüber unzensuriert sagte er:

Kultur-Investitionen mit Steuergeld brauchen Fingerspitzengefühl und Hausverstand. Bei diesem Ankauf fehlt leider beides. In Zeiten von Corona und noch dazu kurz vor Weihnachten grausliche Werke eines Aktionskünstlers zu erstehen, der etwa Christus auf einer Bühne im Blut von sterbenden Rindern pantschen lässt – alles hat seine Grenzen! Eine Million Euro für derartige Pietätlosigkeit auszugeben, lehne ich zutiefst ab.

Waldhäusl dürfte damit genau den Nerv der Bürger getroffen haben. Denn eine Blitzumfrage der Tageszeitung Heute brachte ein eindeutiges Ergebnis gegen den Ankauf. 77,24 Prozent meinten, „ich finde die Bilder schrecklich – klares Nein“ (siehe Grafik).

Hermann Nitsch

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