Ist Armin Wolf tatsächlich überzeugt von den Regierungsmaßnahmen zur Coronavirus-Pandemie oder darf er sich im ORF nicht kritisch darüber äußern?

Foto: Dieter Zirnig / Wikimedia CC BY 2.0
“RTL” schert aus: Wann üben Sie Kritik an den Corona-Maßnahmen, Herr Wolf?

Zuseher trauten ihren Ohren nicht, als Ende November vor einem neuerlichen „Lockdown“ in Deutschland, RTL WEST-Chef Jörg Zajonc mit seinem Kommentar komplett aus der gängigen, regierungsfreundlichen Berichterstattung zur Pandemie ausscherte.

“Vorsätzliche Panikmache”

Zajonic warf dem bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder „vorsätzliche Panikmache“ vor und sagte zu den Regierungsmaßnahmen, dass diese mit Vernunft und Hausverstand nichts mehr zu tun hätten. Mit diesem Kommentar befreite sich RTL sozusagen vom Verdacht, wie andere Medien, am Gängelband der Mächtigen zu hängen.

Wolf könnte Unabhängigkeit beweisen

Undenkbar, das so ein Kommentar im mit Steuergeld finanzierten Österreichischen Rundfunk gesendet oder in einer der von Regierungsinseraten abhängigen großen Blättern abgedruckt wird. Der immer auf Unabhängigkeit pochende ORF-Anchorman Armin Wolf hätte jetzt die Gelegenheit, den Beweis dafür zu liefern, dass ihm als freien Journalisten nicht die Hände gebunden sind, wenn er auch einmal kritisch über die Corona-Maßnahmen der schwarz-grünen Regierung berichten möchte.

Wer glaubt, dass das passiert, glaubt auch an das Christkind und den Osterhasen. Kaum zu fassen, dass wir einmal auf das Privatfernsehen wie RTL ausweichen müssen, um kritische Stimmen zu den Maßnahmen im Zuge der Coronavirus-Pandemie zu hören.

“Die Politik hat sich verrannt und kommt nicht mehr raus”

In seinem Kommentar nimmt sich RTL WEST-Chef Jörg Zajonc kein Blatt vor den Mund und räumt auch mit der Mär auf, dass es in Deutschland bis Oktober eine Übersterblichkeit gab. Wörtlich sagte Zajonc:

Es wird immer absurder und wirkt nur noch hilflos. Die neuen Regeln sind nur noch verrückt. Maske auf auch auf dem Parkplatz. Doppelt so viel Abstand im Einzelhandel, Betriebe sollen über Weihnachten dicht machen, aber gleichzeitig Urlaubsverbot. Alles, um Kontakte weiter zu reduzieren. Aber nur bis Heiligen Abend, dann wird gelockert bis Silvester. Das alles hat mit gesundem Menschenverstand nichts mehr zu tun. Die Politik hat sich verrannt und kommt nicht mehr raus. Nur auf die Zahl der positiv Gestesteten zu starren, bringt nichts. Kritische Stimmen gibt es immer mehr, doch die werden nicht gehört. Mit der Arroganz der Macht wird einfach weitergemacht. Mit Aussperren, Runterfahren, Beschränken, Reduzieren. Vernunft, Fehlanzeige! Stattdessen weiter Angst und die schrille Warnung vor überfüllten Krankenhäusern mit immer mehr Toten. Jeden Tag so viel wie bei einem Flugzeugabsturz, sagt der bayrische Ministerpräsident. Das ist vorsätzliche Panikmache. In Deutschland sterben jeden Tag etwa 2.600 Menschen, immer, auch ohne Corona. Mal mehr, mal weniger. Zuletzt übrigens weniger: Im Oktober dieses Jahres gab es bei uns weniger Tote als vor einem Jahr – trotz Corona. Sagt das Statistische Landesamt. Und die Intensivstationen haben viele Betten frei, seit Wochen, aber ebenso lang wird vor einer Überlastung gewarnt. Den Wahnsinn stoppen können nur die Politiker, wenn sie denn wollten. Nicht mit mehr Regeln, sondern ganz einfach, mit der Rückkehr zur Vernunft und zum Augenmaß.

Armin Wolf

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