Wegen Corona waren 2020 fast keine Abschiebungen möglich – Unzensuriert

Die meisten illegalen Einwanderer werden in andere europäische Staaten abgeschoben.

Foto: BMI / Gerd Pachauer
Wegen Corona waren 2020 fast keine Abschiebungen möglich

Im vergangenen Jahr hat es in Österreich deutlich weniger Abschiebungen gegeben als in den Jahren zuvor. Hauptgrund sind die zahlreichen abgesagten Flüge in der Corona-Krise. Die Stornokosten für einen einzigen gecancelten Charterflug liegen im sechsstelligen Bereich.

176.800 Euro Storno-Kosten

Wie aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des FPÖ-Sicherheitssprechers Hannes Amesbauer an Innenminister Karl Nehammer hervorgeht, wurden bis Mitte November gerade einmal 855 Personen per Flugzeug abgeschoben – 2018 waren es noch 2.673, 2019 2.574. 16-mal mussten Charterflüge im Jahr 2020 wegen Corona abgesagt werden. Besonders ärgerlich: In einem Fall musste der Steuerzahler für eine Stornogebühr in der Höhe von 176.800 Euro aufkommen!

Geringe Auslastung in Schubhaftzentren

Auch in den Schubhaftzentren ist eine deutlich geringere Auslastung als in den Jahren davor zu verzeichnen. Zum Beispiel im obersteirischen Vordernberg waren 2020 nur 938 Personen untergebracht, 2018 waren es noch 1.664 und 2019 1.523.

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