“Blackout”-Gefahr: Die Stromversorgung Europas stand am 8. Jänner von 14.05 Uhr bis 15.00 Uhr kurzfristig vor dem Zusammenbruch.

Foto: Dani (hablemos) / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Europa stand kurz vor einem Totalzusammenbruch der Stromversorgung

Alarmstufe Rot gab es am Freitagnachmittag im europäischen Hochspannungs-Stromnetz, denn es wäre beinahe zu einem kompletten Ausfall der Energieversorgung gekommen. Um 14.05 Uhr trat eine massive Netzspannungsstörung auf, die eine Unterfrequenz mit einer kurzfristigen Frequenzabweichung von rund 260 mHz produziert haben soll. Detailanalysen sollen den exakten Störungshergang nachverfolgen. Dieser soll seinen Ausgangspunkt jedenfalls außerhalb Österreichs und seines Energierversorgungsnetzes gehabt haben.

Wie der österreichische Stromnetzbetreiber Austrian Power Grid (APG) gegenüber der Öffentlichkeit angab, soll der Normalbetrieb in der Versorgung binnen einer Stunde wiederhergestellt worden sein. Die soll laut APG dem „europaweit etablierten Schutzmechanismus“ und der „Zusammenarbeit der Übertragungsnetzbetreiber“ geschuldet gewesen sein.

Krisen-Experte Saurugg spricht von massiver “Blackout”-Gefahr

Der Krisenvorsorgeexperte Herbert Saurugg spricht von einer potenziellen “Blackout”-Gefahr, an der Europa und sein Stromnetz am Freitagnachmittag vorbeigeschrammt sei. Das hätte zu katastrophalen Folgen für die Menschen führen können, von der medizinischen Notversorgung über die Lebensmittelversorgung bis zum Zugriff auf Bargeld via Bankomatabhebungen.

In diesem Zusammenhang wäre ein partieller Zusammenbruch wesentlicher gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Strukturen, vor allem aber die Bedrohung des Erfrierungstodes von Millionen von Europäern im Raum gestanden.

Stromnetz

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