Boris Palmer kritisiert in einem Brandbrief den “Lockdown” und seine möglichen Folgen. Ob der Empfänger des offenen Briefes Folgerungen daraus ziehen wird, darf jedoch bezweifelt werden.

Foto: Reinhard Kraasch / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Grüner Palmer kritisert “Lockdown”: Eine Gefahr für die deutschen Innenstädte

Tübingens grüner Oberbürgermeister Boris Palmer, der in seiner eigenen Partei immer wieder auf Ablehnung stößt, sieht durch den “Lockdown” die deutschen Innenstädte in Gefahr. Deswegen hat er einen Brandbrief an CDU-Wirtschaftsminister Peter Altmaier geschrieben: Der Merkel-Lockdown führe zum Sterben der Innenstädte, warnte Palmer.

Dramatische Veränderungen in Innenstädten

Es sei strittig, ob die Schließungen wirklich noch notwendig seien. Für Palmer wäre ein “Lockdown” bis Ostern ein “Selbstmord aus Angst vor dem Tod”. In seinem Brandbrief hatte er davor gewarnt, dass der “Lockdown” zu langfristigen und dramatischen Veränderungen in den Innenstädten führen könnte, wie die Bild berichtete. Viele Altstädte leben “von einem lebendigen Mix aus Wohnen, Kultur, Gastronomie, Gewerbe und Handel”, erklärte Palmer.

Wenn die Geschäfte und Cafés reihenweise pleitegehen und die Bürger außerdem immer mehr online einkaufen, würde dadurch das gesellschaftliche und wirtschaftlichen Leben in den Alt- und Innenstädten in Gefahr gebracht werden.

Ob Altmaier darauf reagiert?

Zudem erklärte er:

Ohne Handel wären unsere Städte nicht wiederzuerkennen. Wie leer und öde es dann aussieht, ist derzeit unmittelbar spürbar, da die meisten Ladentüren geschlossen bleiben. Ob diese Schließungen weiterhin erforderlich sind, ist strittig.

Strittig dürfte jedoch auch sein, ob die Unionspolitiker auf den grünen Querdenker hören werden.

Boris Palmer

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