ZDF-Sprecherin Gerster sieht Gendern nicht als Sprachverhunzung – Unzensuriert

ZDF-Moderatorin Petra Gerster hat das Gender-Neusprech gegen Kritik verteidigt. Gleichzeitig behauptete sie, es ginge beim Gendern darum, Macht “an Frauen und andere Minderheiten abgeben zu müssen”.

Foto: Rico Rossival / wikimedia.org (CC-BY-SA-3.0)
ZDF-Sprecherin Gerster sieht Gendern nicht als Sprachverhunzung

ZDF-“heute”-Moderatorin Petra Gerster hat gegenüber der linken taz das Gendern in Nachrichtensendungen gerechtfertigt. Angeblich sei das Thema besonders für junge Frauen sehr wichtig, behauptete sie.

Claus Kleber als “Gender-Vorbild”

Als Begründung gibt die TV-Sprecherin eine angeblich “veränderte Wahrnehmung” des über Jahrhunderte gebräuchlichen und von allen verstandenen generischen Maskulinums an, die aber genau durch penetrantes Gendern in Medien bei jüngeren Menschen erst erzeugt wird.

Ich selbst hatte nie ein Problem mit dem generischen Maskulinum, fühlte mich tatsächlich immer mitgemeint. Aber meine Großnichte, sie ist 20, fühlt sich dadurch diskriminiert. Ausgeblendet sozusagen. In dieser Generation – und nicht nur da – hat sich also die Wahrnehmung verändert. Und wenn das viele so empfinden, sollte das die Sprache widerspiegeln.

Dass auch sie im Fernsehen “gendergerecht” spricht, führte sie unter anderem auf Claus Kleber vom “heute-journal” zurück. Aber nachdem sie das erste Mal “genderneutral” formuliert habe, wären ihren Angaben zufolge ungefähr 60 Zuschauerbeschwerden die Folge gewesen.

Angeblich weniger Beschwerden gegen Genderei im ZDF

“Mittlerweile sind die Beschwerden pro Sendung nur noch im einstelligen Bereich, es setzt also eine Gewöhnung ein”, sagte sie der taz. Gleichzeitig meinte sie, die Kritik am “Gendersprech” sei ein Beweis dafür, wie wichtig das Thema für die Rechte in Deutschland sei. “Das macht mir Sorgen, weil die unsere Freiheit und alles, was wir an Fortschritt erarbeitet haben, wieder infrage stellt”, behauptete sie.

Zudem äußerte sie die Meinung, dass ein ideologischer Kampf um die “gendergerechte” Sprache geführt werde – und das vor allem von älteren Männern. Die Journalistin Birgit Kelle, die sich gegen den Genderwahn ausspricht, würde ihr da wohl widersprechen. Aber immerhin hat Frau Gerster erkannt, dass es “hier um eine Machtfrage, um Deutungshoheit” geht.

Kein Verständnis für besorgte Sprachwahrer

Nur vermutlich anders, als sie denkt, denn sie meint zudem, es ginge “um die Angst dahinter, etwas von dieser Macht an Frauen und ‘andere Minderheiten’ abgeben zu müssen.” Sie verstehe nur nicht, was jemand durch geschlechtergerechtes Sprechen verlieren könne. Dass jemand einfach etwas gegen die Verhunzung seiner Sprache haben und sogar Petitionen dagegen initiieren könnte, scheint ihr nicht in den Sinn zu kommen.

Gleichzeitig behauptet sie, beim ZDF sei es den Journalisten selbst überlassen, ob sie in ihren Texten und Moderationen gendern oder nicht. Es gebe dazu angeblich keinen Zwang.

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