Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte: Am Wiener Stubenring provozierten am Samstag linke Gegendemonstranten die regierungskritische Demo mit einer Sitzblockade. Davor randalierten sie im Stadtpark.

Foto: unzensuriert
Linker hatte Polizist im Schwitzkasten: “Krone” rückt trotzdem friedliche Veranstaltung ins schlechte Licht

Die Kronen Zeitung versucht heute, Dienstag, ganz im Sinne der schwarz-grünen Regierung und in Hofberichterstattungsmanier Demonstranten gegen die Corona-Maßnahmen pauschal als “radikale Kräfte” darzustellen.

Wild gewordene Hooligans kommen von links

Die Schlagzeile sagt schon alles: „Wirbel bei Corona-Demo – Neue Augenzeugen-Videos: Polizist im Schwitzkasten“. Wer das liest, muss unweigerlich zum Schluss kommen, dass die Teilnehmer der regierungskritischen Demonstranten wild gewordene Hooligans sind.

Wer sich die Mühe macht, den ganzen Artikel zu lesen, erfährt, dass die Demo von Linksextremen gestört wurde. Und dass es sich bei dem 19-jährigen Steirer, der laut „Krone“ einen Beamten in den Schwitzkasten nimmt und versuchte, die Sperrkette mit Gewalt zu durchbrechen, um einen Gegendemonstranten der kommunistischen Jugend (KJÖ) handelt.

Die Kronen Zeitung hätte also wahrheitsgetreu auch die Schlagzeile „Linker Störenfried nimmt Polizist in den Schwitzkasten“ wählen können, anstatt mit „Wirbel bei Corona-Demo“ tausende friedliche Teilnehmer einer Kundgebung pauschal in ein schlechtes Licht zu rücken.

Nehammer kritisiert, dass es zu wenig Anzeigen gab

Tatsächlich ist es beschämend für den gesamten Mainstream, wie er sich derzeit mit der Regierung gemein macht. Ganz im Sinne von ÖVP-Innenminister Karl Nehammer, der nach der beeindruckenden und überaus friedlichen Demo am Samstag in Wien mit wahrscheinlich 15.000 Teilnehmern nur eine Sorge hat: Es habe zu wenig Anzeigen gegeben, der Polizeieinsatz müsse evaluiert werden.

SPÖ-Ludwig spricht von “Rechtsextremen” und “Provokateure”

Auch der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig von der SPÖ hatte offenbar nur Verachtung für die besorgten Bürger über, die um ihre Existenz bangen und so verzweifelt sind, dass sie nun sogar auf die Straße gehen, um auf ihre Probleme aufmerksam zu machen. Ganz in Nehammer-Manier sprach Ludwig auch von „Rechstextremen“ und davon, dass sie die Polizei provozieren würden und es so zu Ausschreitungen komme.

Die einzigen Provokateure am Samstag in Wien kamen aus dem linken Spektrum. Sie radalierten im Stadtpark, schmissen Bänke um und scheiterten dank Polizei mit einer Sitzblockade am Stubenring. Die Anzeigen betrafen Gegendemonstranten. Die anderen 15.000 Menschen verhielten sich vorbildlich diszipliniert.

Medien wollen den Ruf “Kurz muss weg” nicht hören

Politiker und Medien hetzen dennoch gegen gut 15.000 Menschen, aller Alters- und Berufsgruppen, aus den Bundesländern und auch solche mit Migrationshintergrund. In seinem Kommentar in der Tagesstimme bringt es Heinrich Sickl auf den Punkt:

Der „Kurier“ analysiert auf innenministerellem Niveau: „FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz war mit Identitären-Chef und Küssel bei der Anti-Corona-Demo gegen die Regierung.“ Kein Wunder, in der regierungsnahen Redaktion mag man eben kein „Kurz muss weg“ und meint drei von 15.000 Teilnehmer vermischen zu müssen. Dass da von links nach rechts, über Menschen aus der Mitte alle Richtungen da waren, interessiert nicht. Den Ruf „Kurz muss weg“ will man noch weniger hören und auch nicht weitertragen.

Demo / linke Gegendemonstranten

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