Betriebsschließung oder Insolvenz: Jetzt trifft die Corona-Wirtschaftskrise auch eine Salzburger Traditionsbäckerei.

Foto: RudolfSimon / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Opfer der Corona-Maßnahmen: Salzburger Traditionsbäckerei Ketter muss zusperren

Die durch die Covid-19-Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung provozierte Wirtschaftskrise fordert Tag für Tag ihre ökonomischen Opfer. Jetzt muss die Traditionsbäckerei Ketter, eine der letzten größeren Salzburger Stadtbäckereien, mit Ende Februar ihren Betrieb endgültig einstellen.

Mit der wirtschaftlich bedingten Betriebsschließung will der Eigentümer einem Insolvenzverfahren zuvorkommen. Mehr als 50 Mitarbeiter bei Ketter verlieren damit ihren Arbeitsplatz. Das meldet auch der ORF.

Corona-Wirtschaftskrise gab Ketter den Rest

Die Betriebsschließung war zuvor mit dem Betriebsrat und der zuständigen Gewerkschaft vereinbart worden. Als einen Grund für die Schließung nennt der bisherige Geschäftsführer Hartmut Ketter die zunehmend schwieriger gewordene Situation im Handel in den vergangenen Jahren. Neben der Konkurrenz durch die Backshops der Supermärkte sei das Umfeld insgesamt schwieriger geworden.

Den finalen Rest für Ketter bedeutete die aktuelle Corona-Wirtschaftskrise: Viele Gastronomiebetriebe und Kantinen sind durch den monatelangen Dauer-“Lockdown” in Hotellerie, Gastronomie und bei Betriebskantinen als Abnehmer wegfallen.

20 klassische Bäcker stehen vor dem Jobverlust

Besonders bedauerlich ist, dass sich unter den Mitarbeitern 20 klassisch ausgebildete Bäcker befinden, die teils schon lange in dem Familienunternehmen tätig gewesen sind. Für diese Gruppe ist die Betriebsschließung in mehrfacher Hinsicht schmerzhaft.

Jetzt geht es um den reibungslosen Übergang aus der aktiven Beschäftigung bei Ketter und die Sicherstellung der noch bestehenden Ansprüche für Löhne, Urlaubszahlungen und Abfertigungen. Mit Ende Februar ist dann endgültig Schluss. Ein Nachfolger am Standort soll nicht gesucht werden.

Bäckerei

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