Schwere Mängel: Viele FFP2-Masken, die aktuell in Deutschland und Österreich auf dem Markt sind, könnten unbrauchbar sein.

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Ab heute FFP2-Masken-Pflicht: Wie viele der Schutzmasken sind unbrauchbar?

Die ab heute, Montag, in Österreich gültige Verordnung von FFP2-Masken für weite Bereiche des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens lässt jetzt die Frage aufkommen, wie viele der FFP2-Masken für die Verwendung tatsächlich geeignet sind. Jüngste mediale Veröffentlichungen gehen von einem hohen Anteil an defekten und damit unbrauchbaren FFP2-Masken aus. Ein Test in Deutschland geht von einem Anteil defekter Masken von bis zu 65 Prozent aus.

Offensichtlich sind viele Masken im Umlauf, die noch aus ungeprüften Altbeständen stammen, oder mit falschen Zertifikaten und nicht erfolgten Überprüfungen einfach zugelassen worden sind. Bei vielen Händlern soll es Masken zu Preisen an der nach „unten offenen Richter-Skala“ geben, wie es ein Marktteilnehmer ausdrückte. Musste für den Eigenimport aus China im März 2020 noch ein Preis von etwa 1,30 US-Dollar pro Maske ohne Versandkosten kalkuliert werden, bieten die gleichen Händler die Ware aktuell um 0,10 bis 0,15 US-Dollar an.

Amazon und Ebay-Angebote fluten Masken-Markt

Recherchen auf einschlägigen Verkaufsplattformen zeigen, dass etwa Amazon und Ebay-Angebote den FFP2-Maskenmarkt „fluten“. So soll es auf Amazon aktuelle Angebote ab 0,68 Euro pro FFP2-Maske bei Lieferung innerhalb weniger Tage gebenn, und auch auf ebay werden FFP2-Schutzmasken ab  0,85 Euro pro Stück angeboten.

Auch hier sind aktuell keine Lieferengpässe für hohe Bestellungsmengen zu erkennen. Bezeichnend ist, dass aktuell noch sehr viele FFP2-Masken aus Altbeständen am Markt sind. Das erkennt man unter anderem daran, dass diese über keine FFP2-Zertifizierung verfügen, sondern das KN95-Zeichen der ähnlichen chinesischen Norm aufgedruckt ist.

Deutschland erhielt 2020 insgesamt acht Milliarden Masken

Nach Schätzungen der DEKRA, der in Europa führenden Prüfgesellschaft, wurden alleine auf dem deutschen  Markt etwa acht Milliarden Masken angeliefert. Von diesen Masken wurde rund die Hälfte gar nicht getestet. Seit dem 1. Oktober 2020 dürfen nur noch geprüfte Masken neu vertrieben werden, alte Bestände dürfen aber abverkauft werden.

Jetzt stellt sich die spannende Frage, ob und in welcher Art und Weise gegen defekte oder sonst unbrauchbare Masken in Österreich vorgegangen wird. Sollten diese Masken in den Vertrieb kommen und sollten sich Nutzer im Zuge der Verwendung anstecken bzw. andere Gesundheitsfolgen erleiden, dann könnte dies auch für die Gesundheitspolitik ein neues Problem auftun.

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