Skurriler geht’s nicht mehr: CDU-Politiker gibt AfD Mitschuld an Corona-Ausbreitung – Unzensuriert

Marco Wanderwitz von der CDU glaubt, viele Deutsche würden das Coronavirus wegen der AfD nicht ernst nehmen und auch deswegen der Maskenpflicht nicht nachkommen.

Foto: everyonensk / depositphotos.com
Skurriler geht’s nicht mehr: CDU-Politiker gibt AfD Mitschuld an Corona-Ausbreitung

Obwohl die AfD in keinem einzigen Bundesland mit an der Regierung sitzt und trotz der Tatsache, dass mehrere ostdeutsche Bundesländer von der CDU oder von einem zockenden Linken regiert werden (unzensuriert berichtete), behauptet nun der CDU-Ostbeauftragte Marco Wanderwitz, die AfD sei mit daran schuld, dass sich im Osten Corona ausbreite.

Durch nichts belegte Behauptung

Seines Erachtens nach ist es kein Zufall, dass sich der Erreger ein Jahr nach seinem ersten Auftreten mittlerweile besonders in den Landkreisen verbreite, wo die AfD stark sei, behauptete Wanderwitz laut RPonline.

“In einer Pandemie spielen natürlich viele Faktoren eine Rolle”, meinte der CDU-Politiker und unterstellte, dazu würde auch die Haltung der Menschen in einer Region zu Abstandsregeln und Maskenpflicht zählen. “Wer die Infektionsschutzmaßnahmen ablehnt, wie viele AfD-Anhänger, Reichsbürger und Esoteriker es tun, hilft am Ende bei der Ausbreitung des Virus.” Einen Beweis für seine Unterstellung lieferte er nicht. Und schaut man sich verschiedene Quellen der etablierten Medien an, findet man eher Hinweise, die seiner Behauptung widersprechen. So sind die dichter besiedelten Bundesländer und die Großstädte eher betroffen als die ländlichen Gegenden.

Bizarrer Vergleich mit Trump-Wählern

Die meisten offiziellen Infizierten gibt es im links regierten Nordrhein-Westfalen und im von der CSU geführten Bayern. Wobei hier besonders die Großstädte getroffen werden, wobei auch das keine Universalerklärung ist, denn Corona-Schlusslichter sind Mecklenburg-Vorpommern, wo die AfD auch regelmäßig um die 20 Prozent bekommt, sowie die Millionenstadt Bremen. Trotzdem behauptet der Ostbeauftragte, in den Gebieten der ehemaligen DDR entwickle sich eine Realitätsverweigerung wie 2016 bei den Trump-Wählern in den USA. An was genau er diese Feststellung festmache, sagte Wanderwitz nicht.

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