Im engsten Kreis von Sebastian Kurz werden gute Geschäfte gemacht – Unzensuriert

Gute Freunde von ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz (hier ein Symbolbild aus dem Wahlkampf) brauchen sich wirtschaftlich keine Sorgen machen.

Foto: Martin Röckert / Wikimedia / CC BY-SA 3.0
Im engsten Kreis von Sebastian Kurz werden gute Geschäfte gemacht

Im Umkreis von ÖVP-Bundeskanzler Sebastian Kurz sammeln sich immer mehr Fälle, die zumindest Freunderlwirtschaft vermuten lassen.

Mann von Kurz-Assistentin größter Maskenproduzent

Am 6. März 2020 berichtete News über Lisa Wieser. Die Grazern ist persönliche Assistentin des Bundeskanzlers. News erwähnte in diesem Interview zwar, dass der Mann von Lisa Wieser auch viel arbeitet, schrieb aber nichts von dessen Tätigkeit.

Was der Mann der engsten Mitarbeiterin von Kurz, Luca Matteo Wieser, macht, erfuhr die Leserschaft von ZackZack am 21. Juli 2020. Unter dem Titel „Ehemann von Kurz-Assistentin Österreichs größer Maskenproduzent“ wurde nicht nur berichtet, dass das Unternehmen „Hygiene Austria“ in Wiener Neudorf erst im März 2020, kurz vor der Verkündung des ersten „Lockdowns“, gegründet wurde, sondern das diese plötzlich aus dem Erdboden gestampfte Firma monatlich 25 Millionen Masken herstellt.

Sobotka machte mit Sohn Jahreskooperation

Den Vorwurf der Vetternwirtschaft muss sich Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka gefallen lassen. Wie unzensuriert im November 2020 berichtete, bekam das Unternehmen „Kommunalnet E-Government Solutions GmbH“, bei der der Sohn Sobotkas, Lucas, Geschäftsführer ist, eine Menge Werbeeinschaltungen verschiedener Ministerien.

Bereits 2017, unter dem damaligen Innenminister Wolfang Sobotka (ÖVP), hat es demnach eine Jahreskooperation mit kommunalnet.at über eine Summe von 35.060,40 Euro gegeben. Offenbar wurden diese Jahreskooperationen vom Innenministerium bis zum heutigen Zeitpunkt und mit unterschiedlichen Summen weitergeführt.

Staatliche Großaufträge für Wahlkampf-Agentur von Kurz

Ebenfalls von unzensuriert in die Öffentlichkeit gebracht wurde, dass jene Agentur, die für Sebastian Kurz und die ÖVP Wahlkämpfe führte, nämlich Campaigning Bureau, kräftig abkassiert, seit Kurz als Kanzler im Amt ist.

Unzensuriert hat allein aus parlamentarischen Anfragebeantwortungen herausgefunden, dass das Campaigning Bureau in den vergangenen Jahren von Ministerien Aufträge in Höhe von 652.627,32 Euro bekam. Diese Summe stellt einen Mindestbetrag dar – es könnte also noch mehr Geld in die Firma des Kurz-Machers geflossen sein.

Detail am Rande: Bei der Agentur Campaigning Bureau von Philipp Maderthaner ist – Zufall hin oder her – auch ÖVP-Bundesrätin Marlene Zeidler-Beck beschäftigt. Sie kam, wie Sebastian Kurz auch, von der niederösterreichischen ÖVP-Jugend.

Bemerkenswert ist auch, dass diese „guten Geschäfte unter Freunden“ im Mainstream keine Beachtung finden.

Kurz / Wahlkampf

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