In Zeiten von Corona hat sich ein Spitzelwesen wie zur Hochphase der DDR entwickelt: Nicht belegbare Vorwürfe führen dazu, dass Familien verhört werden sowie das private Umfeld durchleuchtet wird.

Foto: Alexander Hauk/promifotos.de/ Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Unter Coronaparty-Verdacht: Verfahren wegen alter Partyfotos gestartet

Ein auf Facebook gepostetes Foto einer mutmaßlichen Corona-Party wurde einem Polizisten aus der Steiermark zum Verhängnis. Anstatt den Betroffenen mit den Vorwürfen zu konfrontieren, startete die eigene Chefetage ein Verfahren gegen den Beamten.

“Anonymer Hinweis” führte zu Nachforschungen

Wie der Völkermarkter Bezirkspolizeichef Klaus Innerwinkler nun in der Steirerkrone zugeben muss, habe die Polizeidienststelle nur einen anonyme Hinweise mit einem Foto erhalten und sei diesen dann nachgegangen.  Auf dem Bild sind der Inspektionskommandant von Völkermarkt, Gerald Grebenjak, und weitere Polizisten zu sehen, die während einer Feier zusammen an einem Tisch sitzen.

Verfahren eingestellt: Foto war von 2019

„Das Bild stammt von meiner Facebook-Seite, ist 2019 entstanden und auch so datiert!“, stellt der fälschlicherweise Beschuldigte nun klar. Das alles hielt die Chefetage jedoch nicht davon ab ein Verfahren einzuleiten und das Umfeld des Beamten zu durchleuchten. Sogar die Ehegattin von Grebenjak sei in Zuge des mittlerweile eingestellten Verfahrens regelrecht verhört worden.

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