Noch im Oktober gedachten tausende Menschen am Platz der Republik in Paris des Terror-Opfers und Lehrers Samuel Paty. Als nun eine Schule nach ihm benannt werden sollte, drehten Lehrer, Eltern und Schüler den Plan ab, weil sie Angst vor “Racheakten” haben.

Foto: Siren-Com / wikimedia.org (CC0 1.0)
Aus Angst vor Islamistenn: Keine Schulbenennung nach Terror-Opfer Paty

Dem durch islamistischen Terror ums Leben gekommenen französischen Lehrer Samuel Paty (er wurde am 10. Oktober 2020 von einem islamistischen Tschetschenen enthauptet) wird in der südfranzösischen Stadt Ollioules wohl nicht die Ehre zuteil werden, dass man eine Schule nach ihm benennt. Wie die FAZ berichtete, hat man dort offensichtlich zu viel Angst vor Gewalt durch radikale Islamisten.

Überwältigende Mehrheit stimmte gegen Umbenennung

“Wir würden damit zur Zielscheibe. Das ist das letzte, was wir wollen”, erklärte eine Lehrerin der Mittelschule gegenüber der FAZ. Kurz zuvor sollen in einer Abstimmung auf der internen Kommunikationsplattform der Bildungseinrichtung 100 Prozent der Lehrer, 89 Prozent der Eltern und 69 Prozent der Schüler die Umbenennung abgelehnt haben.

Bürgermeister wollte Symbol gegen Hass der Islamisten schaffen

Robert Beneventi, der für die Partei Les Républicains als Bürgermeister von Ollioules tätig ist, wollte die Schule als starkes Symbol gegen den “Hass der Islamisten” nach dem ermordeten Lehrer aus Paris benennen. “Wir verteidigen die Werte der Republik nicht, dabei sollten wir die Reihen schließen und für die Meinungs- und Pressefreiheit kämpfen”, erklärte er, bevor auch er schließlich von seinem Plan abrückte.

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