Bürger-Bevormundung: Nach Zigaretten soll den Menschen auch Wein, ein jahrtausendealtes Kulturgut, mittels abschreckender “Hinweise” ausgetrieben werden.

Foto: Leaderboard / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Nach Zigaretten jetzt auch Alkohol: EU will Warnhinweis auf jeder Weinflasche

Bei Zigarettenpackungen gibt es sie schon, jetzt plant die Europäische Union auch für Alkohol abschreckende Hinweise. “Zu viel Alkohol gefährdet Ihre Gesundheit“: So könnte die Warnung lauten, die nach dem Willen der EU-Kommission auf allen Flaschenetiketten zwingend vorgeschrieben sein soll.

Eigentlich war Aktionsplan gegen Krebs geplant

Das Vorhaben sorgt für Verwunderung, denn eigentlich hatte die Kommission angekündigt, am Mittwoch ein milliardenschweres Paket für den Kampf gegen Krebs vorzustellen. Stattdessen verrannte sich Margaritis Schinas, der zuständige Vizepräsident der Kommission, und Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides mehrfach in kruden Erklärungen darüber, dass dieser Aktionsplan auch den Kampf gegen Alkoholkonsum umfasse – und dass man dafür ebenso neue Regelungen plane.

Bürger sollen regelrecht umerzogen werden

Nachdem die EU bald “tabakfrei” sei, wolle man auch alkoholische Getränke soweit wie möglich durch eine eigene Alkoholsteuer aus Europa verbannen. Immerhin möchte die Kommission noch kein komplettes Verbot umsetzen:

Die Europäische Union wird ganz sicher nicht Wein verbieten, und wir werden Wein nicht als giftiges Produkt etikettieren.

Anders sieht das bei Tabakprodukten aus: Hier träumt die EU von einer “tabakfreien Generation” und in Folge einem “tabakfreien Europa”. Konkret: Weniger als fünf Prozent der EU-Bürger sollen in 20 Jahren überhaupt noch rauchen – aktuell liegt der Anteil EU-weit bis 26 Prozent, in Österreich sogar bei 37 Prozent.
Wein

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