Der Spitzenkandidat der linksnationalen ERC in Katalonien, Pere Aragonès (Bildmitte zwischen zwei Mitstreitern), möchte neuer Ministerpräsident seines Landes werden.

Foto: Òmnium Cultural / Wikimedia (CC-BY-SA-2.0)
Katalonien: Unabhängigkeitsbewegung gewinnt gemeinsam die Regionalwahlen

Ein deutliches Lebenszeichen hat die katalanische Unabhängigkeitsbewegung bei den Regionalwahlen am gestrigen Sonntag abgegeben. Die zentralistisch eingestellten Sozialisten der in Madrid regierenden PSOE erzielten mit insgesamt 23 Prozent und 33 Mandaten zwar Platz Eins, die Parteien für die katalanische Unabhängigkeit konnten insgesamt aber mit 74 der 135 Sitze im Regionalparlament die absolute Mehrheit der Sitze erreichen.

Im einzelnen erzielte die linksnationale Partei ERC 21 Prozent und 33 Mandate und die konservativ-liberale JuntsxCat mit 20 Prozent insgesamt 32 Mandate. Die linke CUP erzielte weitere neun Mandate.

Rechte Vox-Partei gehört zu Wahlgewinnern auf Seiten Spaniens

In den Reihen der bürgerlichen Mitte und der Rechten auf der Seite der Madrid-treuen Parteien kam es zu einem Erdrutsch zu Gunsten der rechten Vox-Partei. Diese erreichte mit elf Mandaten das stärkste Ergebnis, gefolgt von der liberale Ciudadanos-Partei mit sechs und der regelrecht zertrümmerten christlich-demokratischen Volkspartei mit nur drei Mandaten.

Als Favorit für das Amt des Ministerpräsidenten in Barcelona gilt der Spitzenkandidat der linksnationalen ERC, Pere Aragonès. Gemeinsam mit der konservativ-liberalen JuntsxCat und der CUP könnte eine tragfähige Mehrheit entstehen. Als politische Ziele gelten die Durchsetzung einer Amnestie der inhaftierten Separatistenführer und das Recht auf Selbstbestimmung Kataloniens gegenüber der Zentralmacht in Madrid.

Pere Aragones

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