ÖVP im nächsten Dilemma: Jetzt auch noch Sicherheitssprecher Mahrer samt Frau im „Wienwert“-Ermittlungsakt – Unzensuriert

ÖVP-Sicherheitssprecher Karl Mahrer hat Erklärungsbedarf, weil er für seine Ehefrau anscheinend ein Berater-Honorar bei der umstrittenen Immobilienfirma Wienwert ausgehandelt hatte.

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ÖVP im nächsten Dilemma: Jetzt auch noch Sicherheitssprecher Mahrer samt Frau im „Wienwert“-Ermittlungsakt

Kommen täglich neue Enthüllungen von zumindest undurchsichtigen Geschäften von ÖVP-Mandataren? Heute, Montag, sorgte der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp für neues Ungemach in der Kurz-ÖVP: Nepp weiß, dass die Ehefrau von ÖVP-Sicherheitssprecher Karl Mahrer im Ermittlungsverfahren „Wienwert“ als Beschuldigte wegen Beitrag zur Untreue geführt wird.

Mail bringt Mahrer in Erklärungsnot

Mahrers Gattin, so Nepp, habe als Geschäftsführerin ihrer Agentur „Charisma“ ab 1. Juli 2017 für Consulting-Tätigkeiten monatlich 10.000 Euro und insgesamt 70.000 Euro erhalten. Aus den Unterlagen gehe hervor, dass ihre Gegenleistungen in keiner Relation zum Beraterhonorar stehen, sagt Nepp. Weiters existiere eine Mail, wonach der damalige Wienwert- Geschäftsführer angegeben hat, er könne „das Honorar mit Karl auf die Hälfte, somit auf 5.000 Euro verringern“.

Für die Behörden besteht somit der Verdacht, dass es sich hier um versteckte Zuwendungen an ÖVP-Nationalratsabgeordneten Karl Mahrer gehandelt haben könnte und die Zahlungen an dessen Ehefrau nur zum Schein abgewickelt wurden. In der Kronen Zeitung weist Mahrer mit den Worten “Nix dran” alle Vorwürfen zurück.

Steuerzahler um 800.000 Euro geschädigt

Die ÖVP kommt damit zum Handkuss, obwohl es eigentlich danach aussah, als wäre es ein reiner SPÖ-Skandal. Womöglich ein Mega-Skandal, denn von den Ermittlungen in der Causa „Wienwert“ ist vor allem der rote Bezirksvorsteher aus Wien-Donaustadt, Ernst Nevrivy, betroffen. Ihm wird vorgeworfen, bei einem Grundstücks-Geschäft sein Insider-Wissen missbraucht zu haben. Aufgrund dessen soll der Steuerzahler um zumindest 800.000 Euro geschädigt worden sein.

Als dieser Vorwurf öffentlich wurde, verlangte die FPÖ in Wien einen Untersuchungsausschuss. Die ÖVP forderte von SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig Aufklärung und Konsequenzen, einem Untersuchungsausschuss stimmten die Schwarzen aber nicht zu. Ob das etwas damit zu tun hat, dass jetzt auch Karl Mahrer von der ÖVP an möglichen Malversationen beteiligt sein könnte?

Für Ernst Nevrivy, Karl Mahrer und seine Ehefrau gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.

Karl Mahrer

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